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Fatoni gibt sich auf „Clint Eastwood“ Mühe, die aktuelle Rapszene zu feiern

veröffentlicht: Freitag, 03.05.2019, 12:45 Uhr | Autor: Nicht Im Chor


Fatoni galt schon immer als einer der Rapper, die viel an der Szene auszusetzen haben und das auch gerne in so manchem Text ausformulieren. In der zweiten Single zu seinem, am 07. Juni erscheinenden Album „Andorra“ fasst er sich allerdings mehr an die eigene Nase und stellt den klassischen Hate gegen den Mainstream dabei in ein sehr unübliches Licht.

Im Song „Clint Eastwood“ beschreibt er wie gewohnt die Skepsis, mit der er die aktuell großen Acts betrachtet. Dabei präsentiert er sich aber auch selbst als Rapfan, der gerne alles feiern würde, was heutzutage angesagt ist, aber unfreiwillig aus der Szene herausgewachsen ist und so gar nicht anders kann, als über die Jugend von heute zu schimpfen. Für seinen Zustand findet er auch gleich ein passendes Wort: Er sieht sich selbst als „Kulturpessimist“.

Dadurch kann er keine richtige Antwort darauf finden, ob die heutige Generation tatsächlich keinen tieferen Anspruch mehr an Musik hat, oder ob er einfach ein verbitterter alternder Mann ist, der nichts mehr mit dem modernen Sound anfangen kann, obwohl er sich wirklich anstrengt, ihm etwas abzugewinnen. Letztendlich muss er doch zögerlich zugeben, dass ihm die neue Entwicklung nicht zusagt.

Das Lied wird von einem angenehm ruhigen Dexter-Beat untermalt, der Fatoni genug Raum lässt, seinen Text zu formulieren und ihm außerdem auch die Möglichkeit gibt zu beweisen, dass er nicht nur gut texten kann, sondern auch einen sehr versierten Flow besitzt.

Im Video grenzt sich Fatoni erneut von den klassischen Trends eines Rap-Videos ab, indem er sich in einer unscheinbaren Uniform eines Postboten statt in teuren Markenklamotten und auf seinem Arbeitsweg statt in teuren und exquisiten Locations zeigt.


Die vielen verschiedenen Gäste, die ein Paket (wahrscheinlich ihre eigene Deluxbox) geliefert bekommen, bieten sehr gutes Entertainment. Es sind sowohl alte Bekannte aus Fatonis Umfeld wie Juse Ju zu sehen als auch Personen, mit deren Auftreten man nicht gerechnet hätte wie Mauli und Staiger.





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