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"DRAMA" – King Khalil, Lil Lano, Trippie Boi und M.O.030 unterstützen Capital ...

veröffentlicht: Montag, 04.03.2019, 21:14 Uhr | Autor: EZRA


Hip-Hop, in seinen verschiedengestaltigen lokalen Ausprägungen, ist ein globales Phänomen. Und: obliegt einer stetigen Entwicklung. Schon seit geraumer Zeit lassen sich auch in der deutschsprachigen Rapszene musikalisch, was die Beatstruktur, das Vokabular und den Einsatz der (Gesangs-)Stimme betrifft, wachsende internationale Einflüsse beobachten.

Diese Beobachtung ist gewiss nicht besonders originell, war Hip-Hop doch seither eine durch kulturelle Diversität geprägte Subkultur. Neu hingegen ist, dass nicht mehr länger einzig die US-amerikanische Hip-Hop-Szene der im Mainstreamsegment stattfindenden Rapmusik als maßgebliche Orientierung dient, wenngleich der Einfluss des US-amerikanischen Musikmarktes nach wie vor nicht gering geschätzt werden darf.

Erfreuten sich in der Vergangenheit sowohl die französischsprachige als auch die Spanisch sprechende Rapcommunity – Letztere nicht zuletzt aufgrund der Anzahl an Muttersprachlern – in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits einer enormen Popularität, drängen in den letzten Jahren auch immer mehr und neue Rapper in den Fokus der Hip-Hop affinen Medienöffentlichkeit, welche über ihre individuellen Stärken als Musiker hinaus auch kulturelle der Mehrzahl an Hörern vermeintlich weniger geläufige Kontexte assoziierbar machen.

Vorläufiges Produkt dieser Entwicklung ist, dass sich unter der Überschrift Deutschrap gleichsam unter anderem slawische, oghusische und semitische Spracheinflüsse vermischen, nebeneinander und miteinander existieren und zur Codierung einer verbindenden wie verbindlich geltenden Kommunikationsform beitragen, die, Rapmusik genannt, unterschiedliche Aspekte einer 'Hip-Hop-Kultur' vereint.

So ist auch der Zuwachs an Popularität für Musiker vornehmlich albanischer, kosovarischer beziehungsweise kosovo-albanischer Prägung, wenngleich ein junges Phänomen, doch ein für 'Deutschrap' repräsentativer Trend.

Innerhalb Deutschlands bislang kaum zu Berühmtheit gelangt, zeichnet sich der im Kosovo geborene Rapper Capital T musikalisch vor allem durch seinen gegischen Dialekt aus – die albanische Sprache unterscheidet sich in zwei Dialektgruppen, einerseits die Tosken und andererseits die Gegen. Einigen aufmerksamen Raphörern dürfte Capital T bereits bekannt sein. So war er gemeinsam mit Capital Bra an dem Song "Wann dann" für dessen letztjährig veröffentlichtes Studioalbum "Berlin lebt" beteiligt.



Über unter anderem den ethnomusikalischen Einfluss von Merkmalen insbesondere der albanischen Tradition sowohl auf den internationalen Popmusikmarkt als auch auf die deutschsprachige Rapszene berichtete rappers.in anlässlich der Veröffentlichung des Tracks "ROMEO & JULIET" von Loredana und Mozzik:
http://www.rappers.in/de/news-22198-..._Loredana.html

Kürzlich veröffentlichte Capital T die Single "DRAMA", wobei er sich stilistisch sowohl bei der Musikvideoproduktion als auch im Bezug auf die Songstruktur stärker an einer vornehmlich in Westeuropa und den USA standardisierten Ästhetik orientiert; anders als es sich etwa noch im Fall seiner Single "Kujtime (Prod. BO Beatz)" verhielt.

Mit "DRAMA" ist es Capital T wahrscheinlich nicht nur gelungen, endgültig – und noch dazu in einer Art, die zu polarisieren vermag – auf dem deutschsprachigen Musikmarkt Fußzufassen. Überdies ist "DRAMA" ein musikalisch streitbarer Track, der seitens der Hörerschaft gewiss einige Kontroversen heraufbeschwören wird. Doch eines ist unstrittig: Das Aufgebot an gleichsam sehr unterschiedlichen wie allesamt innerhalb der deutschsprachigen Hip-Hop-Szene mehr oder weniger polarisierenden Rapacts ist beeindruckend.

Neben Capital T sind die Rapper King Khalil, Lil Lano, M.O.030 und Trippie Boi jeweils mit einem eigenen Part auf "DRAMA" vertreten. Eine Kollaboration, die in ähnlicher Weise bereits zustande gekommen war und die sich insbesondere durch die enge Zusammenarbeit vom 'Ananas Squad' – in Gestalt von Lil Lano (und Trippie Boi) – und Team Kuku Interpret King Khalil abzeichnete.

Nachdem King Khalil und Lil Lano gemeinsam zuletzt bereits den Track "PARA ILLEGAL (PROD.BY TROOH HIPPI)" performten, schlossen sich beide jüngst für den vor einer Woche erschienenen Song "G-KLASSE (PROD. NATHANIEL)" mit dem Berliner M.O.030 zusammen.





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2 Kommentare zu dieser News im Forum



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Die neuesten 2 Beiträge:

monstersteak schrieb am 05.03.2019 um 14:02 Uhr:
unfassbar schwacher track

Beuthner schrieb am 05.03.2019 um 13:36 Uhr:
Der Track ist eine reine Definition der kindlichen Zielgruppe.

Insgesamt 2 Kommentare zu dieser News im Forum