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Gelingt Lil Tracy der Sprung aus der SoundCloud-Blase mit seiner neuen EP?

veröffentlicht: Montag, 05.11.2018, 22:44 Uhr | Autor: No My Name Is Maxi


Lil Tracy, der Sohn von Ishmael Butler und Coko von SWV, steht seit fast zwei Jahren immer wieder kurz vor dem Durchbruch, aber so wirklich gelang ihm der Sprung aus der SoundCloud-Blase nie – und das, obwohl einige seiner alten Fans wie Lil Yachty, Juice WRLD oder Trippie Redd, denen er vor einigen Jahren als musikalische Inspiration diente, diesen Schritt schon längst geschafft haben. Grunde dafür könnten weirde Twitter-Rants, in denen er auch gerne mal damit droht, Fans auf seinen Konzerten zu erschießen, sein ständiges Löschen von Tracks auf seiner SoundCloud-Page und das Verpassen des Umstiegs von SoundCloud auf Spotify und Apple Music sein. Letzterer Punkt war womöglich auch die Ursache dafür, dass sein Song "Like A Farmer" mit Lil Uzi Vert trotz seines hohen Meme- und Hit-Faktors nicht sein volles kommerzielles Potential ausschöpfen konnte.



Nachdem Lil Tracy Ende Juli plötzlich einen Herzinfarkt, der auf seinen hohen Drogenkonsum zurückzuführen war, hatte und damit seine Fans schockierte, änderte er nicht nur seinen Lifestyle im Bezug auf Drogen, sondern auch seine Einstellung zu Musik. Die Folgen davon sind ein regelmäßigerer, qualitativ hochwertigerer Output und eine fokussiertere, geplantere Herangehensweise an neue Projekte. Ein erster Beweis dafür ist seine seit längerem erwartete EP "sinner", die letzten Freitag Release feierte.



Auf dem fünf Track starken Projekt versucht Lil Tracy, sich von seinem Status als Lil Peeps Sidekick zu distanzieren, indem er seine verschiedenen musikalischen und lyrischen Facetten in fünf Songs zusammenfasst: Während das Intro "tattoos" noch wie ein alter Song aus Yung-Bruh-Zeiten mit hochwertiger Produktion klingt und "heart" an Kollaborationen mit Lil Peep auf Emo- und Alternative-Rock-Samples erinnert, präsentiert Tracy auf "rain rain go away" und "bacteria" seinen neuen Stil, der durch düstere, moodige Trap-Instrumentals und meist genretypische Lyrics besticht, die aber dennoch mit schwermütigen Einwürfen gespickt sind, wodurch sich auch durch diese Tracks eine gewisse subtile Melancholie zieht. Doch genug der vielen Worte, hört die EP selbst!





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