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Bushido rechnet auf "Mephisto" mit Abou-Chaker ab

veröffentlicht: Freitag, 14.09.2018, 11:50 Uhr | Autor: Cuttack


Das Verhältnis zwischen Bushido und dem Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker war für lange Zeit Thema in Musik und öffentlicher Wahrnehmung des EGJ-Gründers. Einen ersten Wendepunkt nahm dessen Rolle, als er in den Disstracks "Leben und Tod des Kenneth Glöckler" und "Tag des jüngsten Gericht" zwischen Bu und Kay One als einer der einflussreicheren Drahtzieher im Labelgeschehen um Berlin vorgestellt wurde, auf der einen Seite als gönnerhafter "Ehrenmann", auf der anderen Seite als zwielichtiger "Sklaventreiber". Lange Zeit war die genaue Rolle des Mannes in der Szene dementsprechend Objekt von Gerüchten und Spekulationen, es schien sogar einigermaßen zweifelhaft, ob es überhaupt sinnvoll sei, sich mit derartigen Figuren und dem Phänomen des "Rückens" im Deutschrap im Detail auseinanderzusetzen. Nun lässt das Thema sich aber nicht mehr viel weiter umschiffen: Auf einem über zehn Minuten langen Song arbeitet sich Bushido nun an dem Verhältnis der Beiden ab.



Aufgezogen wird der Song als Parabel zu "Mephisto" aus Goehtes Faust. Bushido beharrt darauf, er habe in harten Zeiten seine Seele für den Erfolg an ebenjenen Teufel verkauft - und erst nach mehreren Jahren der Zusammenarbeit feststellen müssen, dass dieser nicht sein bestes Interesse im Herzen habe. Eine grobe Parabel. Aber immerhin. Thematisiert wird dabei besonders die Beziehung von Bushido zu seiner Frau und die Vaterschaft. Über vier Jahre nach dem "Leben und Tod des Kenneth Glöcklers" erinnert nicht nur Länge, Aufbereitung und Storytelling-Ansatz von "Mephisto" sehr an seinen berühmten Kay One-Diss und all die darauf folgenden Verstrickungen, sondern stellt er auch viele damals angesprochene Themen in einem neuen Licht dar. Wie viel davon man nun für voll nehmen muss, sei dahingestellt. Ein wenig fühlt das ganze EGJ-Geschehen sich ja wie Profi-Wrestling an. Jedes Jahr ein neues Drama, jede Saison eine neue Verteilung der Fronten. Sicherlich wird es auch von hier aus noch eine Menge Anfeindungen und Versöhnungen geben, die zu neuen, noch epochaleren Mammut-Songs führen werden, in denen jemand deklariert, wer nun ein Heuchler und wer ein Ehrenmann sei. Mal sehen, wie lang es dauert, bis die Musik zu diesem Drama sich abgedroschen anfühlt. Bis dahin kann man die Show ja genauso gut auch genießen.



Quelle

19 Kommentare zu dieser News im Forum



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Die neuesten 5 Beiträge:

Alpha58 schrieb am 25.09.2018 um 09:45 Uhr:
Wacko Freezy

fghrapper schrieb am 25.09.2018 um 08:15 Uhr:
Krasser joke dude mal wieder aus der spielo geflogen und dann nachts im netz randale machen?

WurstVitali schrieb am 25.09.2018 um 04:11 Uhr:
zu wenig gegnerbezug, bin mal auf die rr gespannt

bums* schrieb am 16.09.2018 um 12:17 Uhr:
Alter ist das langweilig vorgetragen

mue_lelel schrieb am 16.09.2018 um 09:39 Uhr:
naja, zumindest das video ist so ziemlich das kreativste, dass er seit längerer zeit gebracht hat. auch dieser goethe-ansatz ist an sich keine schlechte idee. aber er streichelt arafat hier irgendwie eher den schwanz als dass das puncht.

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