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XXXTENTACIONs letztes Musikvideo zu "SAD!" feiert Release und schockiert Fans

veröffentlicht: Freitag, 29.06.2018, 23:56 Uhr | Autor: No My Name Is Maxi


Erst heute erschien auf Drakes neuem Album "Scorpion" ein gemeinsamer Song mit Michael Jackson, obwohl der King of Pop bereits 2009 verstorben ist – das Feature reiht sich nämlich nur in die Liste all seines posthum veröffentlichten Materials ein; diesmal stammte die Aufnahme aus dem Jahr 1983. Michael Jackson ist dahingehend aber keine Ausnahme: Egal ob Kurt Cobain, 2Pac oder aus der neueren HipHop-Generation auch Lil Peep – von nahezu jedem verstorbenen Künstler der letzten Jahrzehnte erschien nach dessen Tod bisher unveröffentlichte Musik. Eine Praktik, die umstritten ist – Labels und Hinterblieben wird vorgeworfen, den Tod eines Menschen zu kapitalisieren. Besonders wenn der Output dann nicht so erscheint, wie es der Verstorbene angedacht hatte – also Features hinzugefügt werden oder die Produktion stark geändert wird –, sind viele verärgert. Gleichzeitig freuen sich Fans aber auch, nach dem Tod ihrer Lieblingskünstler doch noch neue Musik hören zu können.

Vor knapp einer Woche ist XXXTENTACION in Florida verstorben, nachdem er in seinem Auto angeschossen wurde. Nur zwei Tage später wurde der mutmaßliche Täter Dedrick Devonshay Williams bereits festgenommen. Xs Tod löste eine Welle von Trauerbekundungen aus – sowohl Rapper wie Kanye West, Ski Mask The Slump God oder Gucci Mane als auch Millionen von Rap-Hörern auf der ganzen Welt trauerten um den kontroversen Künstler. Dies macht sich auch darin bemerkbar, dass sein Song "SAD!" in dieser Woche den ersten Platz der Billboard Hot 100 erreichte und auch seine beiden Studioalben "17" und "?" noch mal vordere Plätze in den Charts belegen.
Daraufhin folgten einige Tribute-Songs von seinen Freunden und Rappern, die er zu seinen Lebzeiten inspiriert hatte, sowie XXXTENTACIONs erster posthum veröffentlichter Part auf Trippie Redds Song "Ghost Busters".



Gestern folgte dann das nächste posthume Release – das Video zu "SAD!", dem größten Hit, den X bisher veröffentlichte. Und wer den Rapper kennt, weiß, dass dieser keine Videos veröffentlicht, die ausschließlich dazu dienen, den Single-Push weiter auszubauen. In der Visualisierung von "Look At Me!" letztes Jahr nutze X den Hype dieses Songs aus und wechselte nach nur 30 Sekunden den Track; statt dem aggressiven Trap-Banger wurde das Video, das sich gegen Rassismus aussprach, nun vom Song "Riot" untermalt, der zur Thematik ohnehin viel besser passte.



Kein Wunder also, dass auch das Video zu "SAD!" eher unkonventionell daherkommt. Besonders die ersten Minuten wirken makaber, da sich XXXTENTACION auf seiner eigene Beerdigung befindet. Schnell stellt sich aber heraus, dass dies nicht als Vorhersage seines Todes zu sehen ist, sondern ein fester Bestandteil der Storyline der Visualisierung ist. Die Karriere des Rappers war stets von negativen Schlagzeilen geprägt – er verprügelte einen homosexuellen Häftling im Gefängnis und soll seine schwangere Freundin geschlagen haben. In den letzten Monaten seines Lebens aber erweckte er den Anschein, sich zu einem anderen Menschen entwickeln und mit seinen früheren Taten abschließen zu wollen; er veranstalte Charity-Events, mischte sich nicht mehr aktiv in Beefs ein und versuchte generell, seine Reichweite für eine positive Message benutzen zu wollen. Dieser Wandel wird in seinem letzten Video aufgegriffen – der Künstler kämpft gegen seinen alten Charakter an und gewinnt letztendlich. Mit dem Vibe des Songs hat dies zwar recht wenig zu tun, aber als allerletztes Musikvideo, das von X selbst abgesegnet wurde, könnte es kaum passender sein:



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10 Kommentare zu dieser News im Forum



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Die neuesten 5 Beiträge:

EDJ schrieb am 11.07.2018 um 17:09 Uhr:
joa verständlich, finds aber ganz nice das auch ein Typ mit echten Problemen mal ein bisschen Realtalk macht. Ist natürlich irgendwie edgy, aber jetzt auch nicht albern dabei.

Puncherfaust schrieb am 09.07.2018 um 10:59 Uhr:
nicht vielleicht

TheSuckDickster schrieb am 09.07.2018 um 10:55 Uhr:
Vielleicht sehen wir ja grade den neuen Pop-Goth, nur mit Gesichtstattoo und Grills, aber den gleichen edgy Fankids.

Dos Caras Jr. schrieb am 05.07.2018 um 18:55 Uhr:
Respektiere X für seine Schmerzbefreitheit und seine Musik hatte ein paar coole neue Ansätze, aber das Video ist wieder einmal ein perfektes Beispiel, was mich an ihn immer gestört hat: Es ist einfach herrlich pathetisch und cringy irgendwo. Ich musste eigentlich ziemlich lachen über die Sequenzen mit dem Tod und das verprügeln des "alten Ichs". Gut gefilmt ist es ja schon, aber irgendwie hing an allem, was er so machte, halt so Grundschul-Vorstellungen von Poesie und Kunst. Und dann fordert er auch noch in beiden Intros zu seinen Alben dazu auf, dass ganze ernstzunehmen und betont, dass man nun "den echten X" hört und man tief in seinem Kopf rumschwirrt. Aber soo besonders sind seine Texte einach mal gar nicht. "I'm waiting for death with a smile on my face" hätten noch nicht mal My Chemical Romance zu ihren besten Zeiten geschrieben.

lil uzi vertigo schrieb am 30.06.2018 um 13:52 Uhr:
sehr sehr gut haha

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