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"KIDS SEE GHOSTS" – Band von Kanye West und Kid Cudi veröffentlichen erstes Album

veröffentlicht: Freitag, 08.06.2018, 21:32 Uhr | Autor: No My Name Is Maxi


Dass Kanye West und Kid Cudi an einem gemeinsamen Alben arbeiten, wurde schon seit vielen Monaten vermutet – ihren Höhepunkt fanden die Spekulationen im Dezember letzten Jahres, als viele Fans dachten, dass an Neujahr das lang erwartete Projekt erscheinen werde; wenige Monate davor trafen sich Cudder und Ye zusammen in Japan im Atelier von Takashi Murakami, der sich für das Cover von Wests drittem Album "Graduation" verantwortlich zeigte. Dieses Treffen kam recht überraschend, da die Beziehung der beiden lange Zeit immer wieder schwankte: Erst im September 2016 stichelte Kid Cudi gegen seinen Langzeit-Kollaborateur, jedoch traten sie seitdem wieder vermehrt zusammen auf, was viele Fans in ihrem Glauben, ein gemeinsames Projekt existiere, stärkte.



Als sich Kanye West Anfang April wieder auf Twitter zurückmeldete und unmittelbar anfing, mit einem weirden Tweet-Mix aus Kalendersprüchen, Mode-Ideen und politischen Statements zu polarisieren und auch zu provozieren, kündigte er gleichzeitig ganze fünf von ihm produzierte Alben an, die jeden Freitag ab dem 25. Mai erscheinen sollten – darunter Pusha Ts "DAYTONA", Kanyes Solo-Projekt "ye", "KIDS SEE GHOSTS" von der gleichnamigen Band, bestehend aus Ye und Cudder, und neue Releases von Nas sowie Teyana Taylor, deren Titel noch gänzlich unbekannt sind. Was die Alben neben der Tatsache, dass sie von Kanye West produziert wurden, gemeinsam haben? Allesamt umfassen ausschließlich sieben Songs, was gerade im Zeitalter des Musik-Streamings, wo für eine höhere Chart-Platzierung Releases immer mehr Tracks haben, unter denen sich in den meisten Fällen auch etliche Filler befinden, ein starkes, vielleicht sogar längst überfälliges Statement ist.



Nachdem zuletzt Pusha Ts und Kanye Wests Alben releast wurden, ist heute das von Yes und Kid Cudis Band namens "KIDS SEE GHOSTS" dran. Und für Fans der beiden muss die gestrige eine lange Nacht gewesen sein – wer dachte, dass es nach dem Rollout von "ye" nicht noch chaotischer werden kann, wurde nun eines Besseren belehrt. Wie auch letzte Woche wurde das Projekt im Zuge der Listening-Party, die passenderweise in einem "secret ghost town" in Südkalifornien stattfand, auf der Plattform WAV erstmals präsentiert. Angekündigt war der Stream für 11pm EST, am Ende startete er aber erst um 1:50 AM EST, als hierzulande schon Morgen war. Doch selbst danach war das Album – wie auch "ye" – nicht zum Streamen verfügbar; auf Apple Music, Spotify und ähnlichen Diensten ist "KIDS SEE GHOSTS" erst seit circa 17:30 Uhr verfügbar.



Auf den sieben Tracks werden die beiden Interpreten von Pusha T, Mos Def und Ty Dolla $ign unterstützt, die sich allesamt nahtlos in das facettenreiche Soundbild, welches sich als deutlich exzentrischer herausstellt als man es nach "ye" vielleicht erwartet hätte, einfügen – vor allem die ekstatisch deliverten AdLibs, aus denen Kanye Wests gesamter Part auf "FEEL THE LOVE", dem Intro des Projektes, besteht, weirde, unidentifizierbare Schreie auf "4TH DIMENSION" und der atmosphärische Wechsel des Drumpatterns auf "REBORN" sind Momente, die im Gedächtnis bleiben und für ein Album, an dem Kanye mitwirkt, so typisch sind. Auch die Samples besitzen hohen Wiederkennungswert; so wurde auf "CUDI MONTAGE" zum Beispiel ein unveröffentlichtes Gitarren-Riff von Kurt Cobain aufgegriffen, das die Basis des melancholischen Songs über den Gewaltkreislauf in vielen afroamerikanisch geprägten Gegenden der USA darstellt. Alles in allem führen die beiden das Soundbild, das sie mit "Ghost Town" auf "ye" bereits angeteasert haben, weiter, ohne aber neue Ideen und Einflüsse missen zu lassen und repetitiv zu wirken. Wer sich davon überzeugen lassen möchte, kann "KIDS SEE GHOSTS" im Folgenden streamen. Ach ja, und das Treffen mit Takashi Murakami hatte wirklich etwas mit dem Projekt zu tun: Er zeigt sich über zehn Jahre nach dem Release von "Graduation" wieder für ein Cover von Kanye West verantwortlich – und konnte dadurch bereits einige Tage vor Release einen kleinen Hype entfachen und Artwork-Fanatiker erfreuen. Viel Spaß!



Kanye West auf Twitter
Kid Cudi auf Twitter



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23 Kommentare zu dieser News im Forum



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Die neuesten 5 Beiträge:

lionxx schrieb am 15.06.2018 um 02:05 Uhr:
Hahahahahahaha trueeeee

bums* schrieb am 15.06.2018 um 00:21 Uhr:
Mir ist an der Stelle direkt CR7 und sein grandioser Schrei/Laut/was auch immer in den Sinn gekommen. Das klingt genauso wie das "freeeee"

Yenn schrieb am 14.06.2018 um 21:59 Uhr:
ich bin immer noch total geflasht. ich war noch nie ein kanye fan, habs zwar immer wieder versucht, aber keines seiner projekte konnte mich wirklich abholen. und mit kid cudi konnte ich überhaupt nichts anfangen... aber das hier haut mich komplett weg. mir fällts auch echt schwer irgendwas herauszustellen. vielleicht finde ich 4th dimension nicht ganz so geil wie den rest, aber das ist nichtmal kritik, weil ich alles eeextrem geil finde.
für mich bisher das album des jahres. bin selten so positiv überrascht worden.

LeNudels schrieb am 14.06.2018 um 20:39 Uhr:
Find das Album nicht gut

lionxx schrieb am 14.06.2018 um 15:11 Uhr:
Same. Ich finde das klingt so goofy wie die das "Freeeee" immer shouten. Habs jetzt schon x Mal gehört und finde keinen Zugang.

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