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Special: VBT Halbfinale - Was sagen die Redaktion und die Teilnehmer? #1

veröffentlicht: Dienstag, 26.03.2019, 22:04 Uhr
Autor: VeryThoxic

Mittlerweile sind wir schon im Finale des letzten VBTs angekommen. Nun hat das Halbfinale genug Zeit gehabt, zu wirken und meine Redaktionskollegen Nicht im Chor und Vincent haben sich zusammen mit mir die Zeit genommen, die beiden schönen Halbfinalbattles zu resümieren. Im Anschluss an unsere Meinungen findet ihr – wie immer – die Interviews mit den Teilnehmern. Viel Spaß.

Was Peat für eine dauerhafte Entwicklung in diesem Turnier genommen hat, ist schlichtweg beeindruckend. Während er sich in den Vorrunden noch komplett ausprobiert hat, scheint er spätestens seit dem Viertel seinen Style endlich gefunden zu haben. Ich erwarte eine EP zusammen mit MJM. Dennoch sollte man auch mRos deutliche Steigerung über das Turnier hinweg beachten. Ihn hatten ebenfalls nur die wenigsten auf dem Zettel als ernsthaften Titelkandidaten und auch er hat gezeigt, was in ihm steckt. Textliche Raffinesse, Insider, die nicht langweilig werden, und dazu ein sehr cooler Beat, der super zu seiner Stimme passt. Alleine die MFG-Line war schon der Wahnsinn. Allerdings sah ich Peat aufgrund der überragenden Atmosphäre im Hinrunden-Vergleich trotzdem vorne. Dort gab es auch einige gute Lines, die gepaart mit einem atmosphärischen Video und gutem Rap ein sehr schönes Gesamtprodukt ergeben. In der Rückrunde hat Peat ebenfalls eine gute Leistung gezeigt und steht somit verdient im Finale. Einige der Konter waren wirklich ausgezeichnet formuliert und zeigten, dass Peat dieses Duell für sich entschieden hätte, wenn auch knapp. Dennoch vielen Dank an mRo für die Teilnahme und die sehr schöne Kollabo zum Ende. Es war ein schöner Abschluss und du warst eine absolute Bereicherung für dieses Turnier! Ich freue mich auf weiteres von dir!

(VeryThoxic)

Das diesjährige Halbfinale war etwas ernüchternd. Sowohl Peat als auch mRo haben die letzten Runden über den Eindruck hinterlassen, sehr repetitiv an ihre Gegner heranzugehen und Runden einzureichen, die sich jeweils sehr ähnlich sind. Nichtsdestotrotz gefiel mir dieses Mal die direkte Gegenüberstellung der Beats von Scaletta und MJM und der damit verbundene Clash-of-Styles. Zu Peats HR kann ich nicht allzu viel sagen, wie in seinen letzten Runden auch gab es einige gute Zeilen und es klang rund, allerdings ist der Klang einem mittlerweile sehr vertraut, wodurch es etwas weniger spektakulär wirkt. Die Kollabo, die statt der RR folgte, war für mich tatsächlich das Highlight des Battles, da sie für mich völlig unerwartet kam, aber sehr unterhaltsam war. Da ich schätze, dass mRo gerade auf Peats Beat einige Schwierigkeiten gehabt hätte, ist das meiner Meinung nach sogar die coolere Option.
mRos HR hat mich etwas enttäuscht; sie klang nicht so agressiv wie seine letzten Runden und hatte kaum wirklich harte Angriffe. Schon hier hat man den Zeitdruck spüren können. Besonders die Ansage "Ich hätte deine Runde kontern können, hab ich aber nicht" hat mich, Ehrenmann hin oder her, kalt gelassen. Wer sich in einem Battleturnier weigert zu battlen, ist selber schuld...
Nichtsdestotrotz klang die Runde trotzdem sehr rund und der Hund im Video wird nicht langweilig. Peat kontert einige Zeilen sehr gut, kommt aber stimmlich nicht so gut auf den Beat. Er liefert eine grundsolide Battle-Leistung ab, die in keinster Weise schlecht Ist, mich aber auch irgendwo flasht. Ganz gut beschreibt meinen Eindruck am besten.
Wofür er natürlich nichts kann, ist der Aytee-Part, der auch deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben ist. Einige Flows und Reime sind ziemlich cool, aber das Ganze lässt einen die gewohnte Aggressivität, die Aytee sonst an den Tag legt, vermissen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Battle mit zwei topmotivierten Kontrahenten sehr spannend geworden wäre, so konnte sich der eine und musste sich der andere keine wirklich große Mühe geben, wodurch alles ein wenig halbgar wirkt.

(Nicht im Chor)

Wenige Dinge haben mich beim diesjährigen VBT so positiv überrascht wie die musikalische Entwicklung von Peat. Die begann in der Quali mit druckvollem Rap, aber einem doch wenig überzeugenden Klangbild und hat jetzt im Halbfinale seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Er ist sicherer bei der Beatauswahl geworden, traut sich mehr Flowvariationen zu und liefert eine schön gesungene Hook. Das und die textliche Stärke, die bei Peat am konstantesten ist in diesem Teilnehmerfeld, kreieren eine Top-Halbfinalrunde. Er reitet konsequent und unablässig auf mRos Schwachpunkten beziehungsweise Angriffsflächen rum und schleudert ihm eine Punchline nach der nächsten entgegen. Schade, dass es bei seinem Gegner zeitlich nicht langte, jedoch hat mich die VBT-Kollaboration auch gut unterhalten. mRos Hinrunde war für mich eine solide mRo-Runde, wie ich sie erwartet hatte. Leider nicht mehr. Ja, er flowt ganz ordentlich, die ein oder andere witzige Punchline ist drin, aber das Gesamtpacket hinterlässt einfach nicht den Eindruck, er hätte Peat so gegen die Wand geklatscht, wie das auf der Gegenseite passiert ist. Die hier vermisste Schnörkellosigkeit und Aggressivität erzeugt Peat dafür in seiner Rückrunde erwartungsgemäß. Eine mRo-Line nach der anderen wird ausgekontert und das mit viel mehr Selbstsicherheit und Präsenz, die einem das Gefühl gibt, dass Peat zurecht in diesem Halbfinale ist. Mit dem Beat hat er keine Probleme, das Video ist deutlich besser und somit wäre für mich auch dieser Punkt an Peat gegangen, der völlig zurecht in diesem VBT-Finale steht.

(Vincentbl3003)

Fragen an Peat:

rappers.in:
Wie zufrieden bist du mit dem Feedback zu deinen Halbfinalrunden?

Peat:
Na ja, bei so einem Feedback könnte ich wohl kaum zufriedener sein. (lacht) Auch wenn die Klicks ziemlich egal sind, ist es natürlich schön zu sehen, dass die eigene Runde an der 100k-Marke kratzt. (Anm. d. Red: Mittlerweile hat sie mehr als 100.000 Klicks) Also yee, ich war mehr als zufrieden!

rappers.in:
Was sagst du zu deiner Favoritenrolle, die du innerhalb der Community hast?

Peat:
Puh, nachdem mein Battle mit Pueblo Escobar ja noch als eines der schwächsten Battles im 16tel galt, ist es einerseits natürlich geil, mal so viel positive Rückmeldung zu bekommen, andererseits ist man mit einer Favoritenrolle immer in einer eher ungeilen Lage, weil es wesentlich schwerer ist, Leute noch zu beeindrucken, wenn irgendwie einfach klar ist, dass man wohl gut abliefern wird.

rappers.in:
Worauf liegt aktuell dein Fokus? Eher auf Battlerap oder schon auf Tracks?

Peat:
Naja, so ein würdiges VBT-Finale hinzuschustern, ist schon eine Menge Arbeit. Ich hätte eigentlich im Achtel mit einem Rausflug gerechnet, weshalb ich da an meiner EP angeknüpft hab, aber ich denke, bis kurz nach dem VBT wird da nicht groß Zeit für da sei
n.

rappers.in:
Als wie stark empfandest du mRos Runden und wäre es ein enges Battle geworden, wenn er eingereicht hätte?

Peat:
Ich denke schon, dass das hätte knapp werden können. Ich fand seine Hinrunde im Vergleich zu seinen anderen Runden jetzt nicht besonders stark, aber das hätte er mit einer knalligen Rückrunde bestimmt rausreißen können. Diese gab es aber ja leider nicht.

rappers.in:
In Brians LetsWatch wurde es bereits kurz thematisiert: Gibt es einen speziellen Grund für die Brian-Fronts über das Battle hinaus?

Peat:
Nein, natürlich nicht. (lacht) Brian ist super geiler Mann! mRo war im Turnierkontext eben auch ein sehr komödiantischer Rapper und so bot es sich eben an, die beiden zu vergleichen, so nach dem Motto: "Ja, der war schon nicht witzig und alt, aber du bist noch schlimmer."
Ich habe aber auch bisher in jedem Konter vor dem Halbfinale WandelBarZ aufs Gemeinste beleidigt, aber danach fragt niemand, denn diesen Mann hasse ich wirklich!

rappers.in:
Inwiefern hat Mike Jones Mayn einen Einfluss auf deine aktuellen Runden?

Peat:
Ich habe ja letztes Mal schon betont, dass der Mann nach dem 16tel mein Topfavorit war und wie sehr es mich geärgert hat, ihn dann rauszuwerfen. Wir haben dann die Beats der nächsten Runden zusammen gemacht und na ja, es war ja geil. Der Mann ist aber halt auch ein völliges Genie, streamt seine Season, wenn sie da ist!

rappers.in:
Kann man in der Zukunft weiterhin Projekte von euch beiden zusammen erwarten?

Peat:
Yeah, ich bin auf seiner kommenden, geilen Season vertreten und auch sonst kommt da bestimmt was.

rappers.in:
Wie siehst du deine Entwicklung in den vergangenen Jahren?

Peat:
Es ist jetzt mit diesem VBT alles schon ziemlich irre gelaufen. Ich war die Jahre über immer ein Fan von dem Quatsch, ich bin viel eher Zuschauer als Teilnehmer und habe jetzt die Möglichkeit, das letzte Finale zu gestalten. Das ist schon ziemlich bescheuert, gerade wenn man sich alles vor 2017 von mir anhört. Aber das ist für einen VBT-Fan jetzt halt auch killergeil, das Finale umsetzen zu können.

rappers.in:
Wie wird das Finale gegen Engine?

Peat:
Ich denke, das hier wird eh erst veröffentlicht, wenn die Runden schon raus sind, also hoffe ich mal, dass alles geklappt hat, denn wenn ja, sollte die Runde ganz gut sein.

Fragen an mRo:

rappers.in:
Wie zufrieden bist du mit deiner Turnierleistung?

mRo:
Sehr, sehr zufrieden, ich hätte niemals gedacht, dass ich so weit komme. Außerdem hatte ich nicht wie 2015 das Gefühl, ich sei noch eine Klasse unter dem Rest im 16tel. Ich konnte den ein oder anderen schweren Brocken
und mit Zirkel sogar einen Titelkandidaten aus dem Rennen nehmen. Das hätte ich zu Beginn des Turniers nicht gedacht. Auch dass mir nach meinem Ausstieg Menschen für die Teilnahme dankten und ich immer unzählige Nachrichten nach den Runden bekam, war ein neues, aber sehr schönes Gefühl!

rappers.in:
Was hättest du gerne anders gemacht im Turnierverlauf?

mRo:
Eigentlich gar nichts. Ich habe mich vielleicht etwas zu sehr auf die Texte fokussiert. Leute haben glaube ich vergessen, dass ich auch andere Dinge gut kann. 2015 lobte man mich noch sehr für meinen Flow, dieses Jahr konnte ich mir anhören, dass ich nahezu keinen habe. Dann natürlich die nachträgliche Optimierung. Mische hier und da anders, Akzente mit der Mische anders setzen oder andere Angles benutzen. Aber man muss immer spontan maximal kreativ sein, das ist nicht immer einfach. Nach den Battles fällt einem natürlich noch viel geilerer Scheiß ein. Gegen Muränenmann zum Beispiel. Er meinte: "Miese Krise". Warum hab ich das nicht mit "Miese Frise" gekontert? Übergeil.

rappers.in:
Beschreibe uns doch mal den Ablauf der Organisation für die Kollabo.

mRo:
Das war tatsächlich sehr unkompliziert. Als die Kollabo beschlossene Sache war, schrieb ich die meisten innerhalb der ersten 30 Minuten und den Rest im Laufe des Tages an, erklärte schnell die Situation und hatte drei Tage später etwa 90% der Parts. Der letzte Part kam dann glaub ich zwei Tage vor Frist rein. Den größten Stress hatte Earconstruct dabei, alle Parts anzupassen. Einige wollten ja selbst mischen, das musste dann angepasst werden. Ich hab den Leuten freien Lauf gelassen. Darum sind einige Parts länger als andere. Dass Gerd mit 1000 verschiedenen Hooks kam, war nicht mal meine Idee. Er hat es aus eigenem Antrieb gemacht. Die Leute hatten Bock. Ich konnte mich komplett auf andere Sachen konzentrieren und musste hinter nichts her rennen. Das war super. Danke noch mal an die Jungs.

rappers.in:
Wirst du auch jetzt noch Battlerap treu bleiben?

mRo:
Erst mal vermutlich nicht. Ich brauche eine Pause von Battlerap und Battlerap allgemein brauch eine Pause. Der Bedarf ist gesättigt, das Niveau mittlerweile kaum noch haltbar und dennoch wollen die Leute immer mehr. Immer krassere Flowpassagen, immer bessere Texte. Das funktioniert einfach nicht. Sonic hatte da letztens im Stream ein gutes Beispiel: Der hat sich das Finale 2010 von Djin vs. Geot reingezogen und vollkommen richtig festgestellt, dass Djins erster Part gar nicht so dolle puncht. Die Runde ist dennoch ultra geil und defintiv ein Classic. Aber welche Dimensionen Battlerap seither angenommen hat, ist einfach krank. Früher hatte man noch die Freiheit, einiges an Generics in seine Texte zu verbauen, weil diese auch frisch und meist extrem lustig waren. Heute wird das abgetan mit "hätte er nicht gesagt, gegen wen er battlet, hätte ich das gar nicht gepeilt". Vielleicht wird einem daher unterschwellig suggeriert, dass nun einfach für eine Zeit mal Schluss sein muss. Wir sind meiner Meinung nach einfach an einem Punkt, wo Erwartungen nur noch schwer zu erfüllen sind. So Livebattle-Kram interessiert mich auch sehr, ich weiß aber nicht, ob es über das reine Interesse hinaus gehen würde, bekäme ich mal Angebote dahingehend.

rappers.in:
Denkst du, dass du mit mehr Zeit Peat ein knappes Battle geliefert hättest?

mRo:
Ja, klar. Unter optimalen Bedingungen ist vermutlich jedes Halbfinale eine knappe Entscheidung, weil der Skill-Unterschied so gut wie nicht mehr vorhanden ist. Die Stärken sind nur anders verteilt. Dann kommt es auf die persönliche Präferenz an. Ich fande Peats HR super schön und stark, aber nicht unbesiegbar. Die Runde lebt von der Atmo. Textlich hätte ich das auseinander genommen. Atmo-technisch wäre ich da sicher nicht rangekommen. Aber ja, es wäre sicher knapp geworden, aber zu Peats Gunsten. Meine HR fand ich gut, aber es war nicht meine Lieblingsrunde von mir dieses Jahr. Peats RR war auch wieder sehr schön, aber für mich auch kein klares 1:0 an Peat. Aber insgesamt würde ich auch da Peat den Vorteil zusprechen aufgrund verschiedenster Rahmenbedingungen. Er war insgesamt einfach hungriger als ich. Obwohl ich der fette bin, lmao!

rappers.in:
Engine oder Peat: Wer macht es im Finale?

mRo:
Ich kenne Peats Runde ja schon (dieses Mal wirklich) und die ist sehr nice. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Engine. Unterm Strich ist er der bessere Rapper. Wenn Engine Zeit hat und noch mal aufdreht, sollte er das machen. Allerdings darf man Peat auf gar keinen Fall unterschätzen. Der war schon für mehr als eine Überraschung gut. Insgesamt gönne ich es beiden sehr.

rappers.in:
Du hast das ganze Turnier hinweg Berghain-Lines gebracht. Inwiefern war das geplant?

mRo:
Ab der VR3. Mein Humor ist einfach und ich bin unheimlich gut darin, mich selbst zu feiern. "Du gehst ins Berghain... und kommst rein!" ist so simpel wie geil. Ab da war klar, dass ich mich daran aufhänge, weil ich auch viel positives Feedback dafür bekam. Lustigerweise war das eine vorgeschrieben Line, die einfach schon ein paar Monate rumlag. Ich habe die dann einfach mit in die Runde genommen. Sie passte auch ganz gut zu dem Gegner.

rappers.in:
Mit welchen Teilnehmern ist über das Turnier hinweg ein guter Kontakt entstanden? Und gibt es einen, mit dem du dir vorstellen kannst, Musik zu machen?

mRo:
Zu viele. Gerd, ME-L, Acou, Engine, Sonic (kein Teilnehmer), Zirkel, T-Jey. Ich hör hier auf, weil ich sonst bestimmt welche vergesse. Ich hatte 2015 einfach gar keine Lust, mit Leuten zu connecten, da hatte ich noch ein ganz anderes Mindset. Ich fand einfach jeden scheiße. Dann war es für mich leichter zu fronten, weil ich die wirklich nicht leiden konnte. Heute weiß ich, dass das komplett dämlich war. Hätte man mir 2011 oder 2012, als ich noch nicht mal gerappt habe, gesagt, dass mir T-Jey mal seine Runde als Pre zukommen lässt oder ich eine Hook von Engine, Benson oder ME-L Techrap habe, hätte ich laut gelacht. Es sind ein paar Fanträume in Erfüllung gegangen dieses Jahr für mich.

rappers.in:
Was sagst du zu den Mel-Vergleichen, die sich über das Turnier gehäuft haben?

mRo:
Man weiß ja, wer das losgetreten hat – übrigens untermauert durch eine Lüge. ME-L hat nirgends geschrieben oder gesagt, er würde für mich schreiben. Ich hatte nun aber auch nicht das Gefühl, dass sich davon so viele haben mitreißen lassen. In der HR gegen Zirkel habe ich mich ein bisschen von seiner Technik inspirieren lassen, definitiv, aber mehr auch nicht. Allgemein erachte ich es eher als Kompliment, wenn man mich auf das Textnivau eines ME-L Techraps setzt. Aber wenn man mal durch meine Runden geht, finden sich unzählige Lines, die ein ME-L so nicht geschrieben hätte. Auch mein Schreibstil, Punchline nach Punchline, ist ein Stil, den ME-L so gut wie gar nicht benutzt, so verkopft, wie der seine Texte schreibt.

rappers.in:
Hatte es einen bestimmten Grund, dass du immer wieder nach dem Battle gegen Muränenmann gestichelt hast?

mRo:
Nein, das hatte keinen. Äym hat ja eine Runde später auch noch einen mitbekommen. Gegen Zirkel fand ich es nur lustig, zu sagen "kann man sich nicht ansehen - Muränenmann". Eben wegen des Ehrenmann-Dings und weil Muränenmann so ähnlich klingt. Würde er nicht schielen, hätte ich ihn sicher nicht mal erwähnt in der Runde.

rappers.in:
Wie blickst du jetzt auf die VBT-Zeit "zurück"? War es den Stress wert?

mRo:
Es hat sehr viel Spaß gemacht und bis auf zum Schluss war es den Stress definitiv wert. Auch dass Up sich drauf eingelassen hat, mein Preisgeld trotz Ausstiegs an mein lokales Tierheim zu spenden. Ein bisschen mehr für die Artists hätte gerne drin sein dürfen, aber wie oben schon mal erwähnt: Dass Leute sich bei mir bedanken für MEINE Musik, für meine Runden, ist ein schönes Gefühl.

rappers.in:
Was kann man jetzt nach dem Turnier von dir erwarten?

mRo:
Ich mache ganz locker weiter Musik. Ein bisschen an meinen Schwächen arbeiten und ja. Es kommt was, wenn es kommt.

rappers.in:
Letzte Worte an die rappers.in-Community?

mRo:
Danke für den ganzen Support. Es war mir eine Ehre!


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