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Review: SDiddy - 21 Gramm

veröffentlicht: Sonntag, 03.02.2008, 13:34 Uhr
Autor: Bloodrak








1. Intro
2. 2 Crazy
3. Hook
4. Hoffnungslos
5. Gib mir mehr
6. Kölsch Bloot feat. Capkekz
7. Aus & fertig
8. Grembranx Click feat. G-Style
9. Schuld
10. Auf Nase Skit
11. Palim, Palim!
12. Der Don
13. Bow Wow
14. Asi Peter Skit
15. Totentanz feat. Eko Fresh & Hakan Abi
16. Promiwelt
17. Assel Skit
18. Wenn er geht
19. To da Branx


Nach langer Zusammenarbeit und vielen Features mit bekannten Artists wie zum Beispiel Kool Savas und Eko Fresh stellt SDiddy a.k.a SD endlich sein erstes Solorelease in Albumlänge auf die Beine.

Seinem Ruf wird der bei German Dream gesignte Rapper auf diesem Tape wie gewohnt gerecht. So flowt er sehr gelassen, fast kindisch, was seine Arbeit jedoch keineswegs unprofessionell wirken lässt. Auch seine Texte sind gut, obwohl sie weitestgehend krank wirken.

Weil mich Viva nicht spielt, aber der Bildschirm so leer ist,
komm ich wieder und zeige Liza Li was Analverkehr ist.


Ich kann es erklären, FICKEN ist ein lustiges Wort,
meine Traumfrau hat 12 Titten wie die Pussycat Dolls.

(beide Zitate aus Promiwelt)

Na ja, absurd trifft es wohl besser. In seinen Tracks beleidigt SD munter Stars rund um den Globus und schafft es so scheinbar mühelos, sein Image als Skandalrapper aufrechtzuerhalten. Dies gleicht er aber durch deepe Songs wie Hoffnungslos, Schuld oder Wenn er geht aus. Auf diesen wirkt SDiddy wie ausgewechselt. Besonders themenvielfältig kann man "21 Gramm" nicht nennen, jedoch sorgt Diddy mit vielen Witzen (siehe Textzitate) und textlichen Besonderheiten dafür, dass keine Langeweile aufkommt.

Raptechnisch gesehen hat SD einiges auf dem Kasten. Routinierte Flows, passender Stimmeinsatz und guter Gesang, der für manche Ohrwurmhook sorgt. Sein einziges großes Problem ist es, dass seine Stimme sich manchmal sehr nervig anhört und man sich so seine Tracks nicht dauerhaft geben kann.

Auch die Beats des Albums werden den bekannten Namen der Produzenten gerecht. Diddy wird von guten Instrumentalen unterstützt, auch wenn manche leicht disharmonisch klingen.

Das klingt alles recht vielversprechend, doch "21 Gramm" hat - zusätzlich zu den schon genannten - noch einige Schwächen:
So hätte man zum Beispiel die Skits vollkommen weglassen können. Diese nerven nämlich meistens nur und stören den Hörgenuss. Auffällig ist außerdem, dass fast alle Lieder des Tapes über 4 Minuten lang sind. Das scheint zwar auf den ersten Blick vorteilhaft zu sein, weil man so länger etwas zu hören hat, doch während des Durchhörens des Albums entpuppt sich diese Tatsache manchmal als langweilend, da man immer sehr lange den gleichen Beat und den gleichen Flow beziehungsweise Stimmeinsatz hört.

Anspieltipps sind definitiv die Singleauskopplung Palim, Palim!, Promiwelt und das schon erwähnte Hoffnungslos.

Fazit:

SDiddy liefert mit "21 Gramm" ein mehr als hörbares Album ab und zeigt erneut, dass er zurecht von Leuten wie Savas unterstützt wurde. Die Stärken des Tapes gleichen die weitaus kleineren Schwächen locker aus und bringen es somit auf eine Gesamtbewertung von 7.8 Punkten.

SNIPPET


(Bloodrak)



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