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Interview: SDP ("Die bunte Seite der Macht", Tierhaarallergien, Deluxeboxen) – Text

veröffentlicht: Mittwoch, 08.03.2017, 12:15 Uhr
Autor: Nic-O


Mehr als ein Jahrzehnt sind die Jungs von SDP nun schon Teil der deutschen Musikszene. Der Erfolg spricht für sich: Auftritte auf den größten Festivals Deutschlands, hohe Chartplatzierungen und eine treue und stetig wachsende Anhängerschaft. Am 10. März erscheint mit "Die bunte Seite der Macht" das neueste Werk der Berliner. Zu diesem Anlass haben wir uns mit Vincent und Dag über ihre Musik, Deluxeboxen, Tierhaarallergien und vieles mehr unterhalten.



rappers.in:
Morgen Jungs. Eure neue Platte "Die bunte Seite der Macht" kommt am 10. März raus. Die ist jetzt wahrscheinlich schon etwas länger fertig, oder? Die Pressung nimmt ja immer viel Zeit in Anspruch.

Vincent:
Die Vorläufe sind nicht so lange, wie man es sich vorstellt, aber seit etwa einem Monat sind wir fertig damit. Wir arbeiten aber auch immer bis zur letzten Sekunde daran.

rappers.in:
Seid ihr denn immer noch zufrieden mit der Platte oder würdet ihr das ein oder andere jetzt, mit einem oder zwei Monaten Abstand, noch mal ändern?

Vincent:
Also es gibt ja so Musiker, die können nicht loslassen. Die wollen immer noch was ändern und sind nie fertig. Ich bin ein Typ, der gut Schlussstriche ziehen kann und sagt: "Ey, jetzt ist es fertig". Im Nachhinein bereue ich eigentlich auch nichts, außer es ist irgendwo ein technischer Fehler oder ich habe einen Reim verschenkt. Ich höre mir das Album aber auch immer zwei Monate nicht an, um dann nochmal mit frischen Ohren heranzugehen.

rappers.in:
Ich kenne das auch von mir selber als Musiker, da bin ich sehr perfektionistisch.

Dag:
Ja, da muss man immer aufpassen, weil Perfektionismus dann oft dazu führt, dass man nichts gebacken bekommt. Wenn wir sagen "Wir sind fertig", mäkelt da keiner mehr dran rum. Wir nehmen uns aber auch immer viel Zeit für unsere Alben.

Vincent:
Man muss dazu ja auch noch mal sagen: Wir haben keine Plattenfirma und kein Management, das uns reinredet. Wir alleine entscheiden, wann das Album fertig ist und welche Songs Videos bekommen. Dann steht man nochmal mehr dahinter.

rappers.in:
Da du gerade die Plattenfirma erwähnt hast: Eure Alben werden über das Label Berliner Plattenbau veröffentlicht. Man findet darüber im Internet kaum etwas. Ich habe aber gelesen, dass es eine Art Sub-Label von Universal ist, über das eure Musik veröffentlicht wird?

Vincent:
Genau, das ist eine Plattenfirma, die ich 2006 gegründet habe. Wir hatten keine Lust mehr, dass uns irgendwer reinquatscht. Und weil ich Musikproduzent bin, habe ich relativ schnell herausgefunden, was man machen muss, damit eine Platte im Laden steht und dass das etwas ist, für das man nicht studiert haben muss. Wichtig ist aber, dass Berliner Plattenbau kein Sub-Label ist, sondern wir lediglich einen Vertriebsdeal mit Universal haben. Wir machen also alles bis auf das Aufstellen in den Läden selber.

rappers.in:
Lasst uns mal konkret auf das neue Album eingehen. Ich habe es jetzt ein paar Mal gehört und würde sagen, dass die Soundästhetik recht ähnlich geblieben ist. Überspitzt ausgedrückt hört sich die Platte an wie der Rest eurer Diskographie.

Dag:
Das kann man jetzt auf zwei Arten verstehen. Entweder als Vorwurf, dass sich bei uns alles gleich anhört. Ich höre aber eher, dass du findest, dass wir eine Art "SDP-Stil" gefunden haben mittlerweile.

rappers.in:
Das ist die Frage, die ich stellen will: Ist es ein Lob oder eine Kritik, wenn ich sage, dass sich alles recht ähnlich anhört?

Dag:
Wie du es formuliert hast, klang es wie Kritik, die ich gerne abschmettern will. Aber ich kann es insofern positiv sehen, als dass wir so unterschiedliche Lieder machen und so unterschiedliche Stimmen haben und dadurch eine SDP-Klangwelt geschaffen haben. Und darauf sind wir stolz, weil das entsteht, obwohl wir die ganze Zeit versuchen, etwas anders zu machen. Ich finde, wir haben die Vielfalt und wir haben einen Stil.

Vincent:
Naja, ich kann die Frage einerseits nachvollziehen, andererseits aber auch nicht. Wenn man sich unser Album anhört, dann klingt ja schon im Album jeder Song anders. Das heißt, wenn du sagst, dass sich unser Album anhört wie das letzte Album, dann ist es auch so, dass auf dem letzten Album alles unterschiedlich klang. Dann haben wir quasi unsere Vielfalt beibehalten.

Dag:
Man hat eine lustige Begrüßung, in der Struktur gibt es vielleicht Ähnlichkeiten. Aber das sind alles Sachen, die sind eher gut, wenn man die Vielfalt in der Musik an sich betrachtet.

rappers.in:
Die Struktur ist auch ein Thema, das ich ansprechen wollte: Ihr habt auf euren Alben immer viele Skits und ein längeres Hörspiel. Beim ersten Hören ist das noch eine erfrischende Abwechslung, danach empfinde ich das als etwas störend. Die Songs, die in die Skits eingebunden sind, würde ich dagegen ab und an gerne separat hören …

Vincent:
Deshalb sind es ja einzelne Anspielpunkte, die man skippen kann. Die sind dazu gedacht, dass man sie ein oder zwei Mal hört, um die Story voranzutreiben. Die eingebundenen Songs haben wir eben als nicht besonders hörenswert erachtet. Man kann sie wenige Male hören und etwas schmunzeln. Das freut mich natürlich, dass du sagst, dass du sie so gut findest, dass du sie einzeln hören möchtest.

Dag:
Für mich ist das ganz klar Entscheidung des Künstlers. Wir finden das lustig und auch interessant, Strukturen aufzubrechen. Es ist, wie es ist, und so ist es cool.



rappers.in:
Ihr habt einmal in einem Interview gesagt, dass euch wichtig ist, wie die Aussage eines Songs ist. Andererseits bezeichnet ihr SDP des Öfteren als eine Art "Spaßprojekt", in dem ihr euch musikalisch austoben könnt. Stehen Spaßprojekt und Inhalt eines Songs gegeneinander?

Vincent:
Da hast du zwei Sachen miteinander verbunden, die miteinander nichts zu tun haben. Ich habe gesagt, dass durch meine Arbeit als Musikproduzent SDP eine Art Befreiungsschlag in meinem Alltag ist. Deshalb habe ich vielleicht einmal das Wort "Spaßprojekt" benutzt. Das bezieht sich aber eher darauf, dass ich etwas mache, was ich liebe. Bei SDP muss ich keine Kompromisse eingehen und deshalb ist es gerade geil, Songs zu produzieren, die mir persönlich etwas bedeuten. Deshalb war das in deiner Frage so verdreht, dass es vermeintlich konträr ist. Aber eigentlich verstärkt sich das gegenseitig.

Dag:
Auf der anderen Seite zeigen wir auch, dass witzige Songs und Inhalt kein Widerspruch in sich sind. Gerade das machen wir ja oft.

Vincent:
Wenn du beispielsweise den Song mit Timi Hendrix auf dem neuen Album hörst, dann sind da einige Statements versteckt. Aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern in lockerem, ironischem Gewand.

rappers.in:
Der Track "Bullen, Schweine" mit Sido ist ja ein in eine eher unsubtile Metapher gepackter politischer Song.

Vincent:
Wieso, weil er gegen Tiere ist, oder was?

rappers.in:
Absolut. Naja, die Politik-Metapher ist ja nicht von der Hand zu weisen.

Vincent:
Das ist alles etwas, was in deinem Kopf passiert.

Dag:
Wir haben schon mitgekriegt, dass das in ein paar Köpfen so verstanden wird. Aber das ist ja Quatsch.

Vincent:
Es ist ja tatsächlich so, da schwöre ich auf alles, dass ich unter einer starken Tierhaarallergie leide. Das meine ich auch völlig ernst. Deswegen konnte ich Dag immer nur kurz besuchen, weil er eine Katze hatte. Ich leide da sehr drunter und glaube auch, dass mir deshalb eine emotionale Bindung zu vielen Tierarten fehlt. Deshalb mag ich auch Hunde sehr gerne, weil ich da nicht allergisch bin. Und da wir eine Band sind, die bekannt dafür ist, auch über unsere tiefsten inneren Gefühle zu singen, war es uns ein Bedürfnis, über dieses Thema zu singen.

Dag:
Für mich war das auch ein Problem. Ich bin zwar kein Allergiker und mag Tiere gerne, aber ich hatte Erlebnisse mit Tieren, die einfach nicht cool waren. Deshalb habe ich Probleme entwickelt und mag diese Tiere nicht mehr so gerne. Aber ich liebe Katzen. Sido hat ja auch immer rote Augen von seiner Allergie.

Vincent:
Sido könnte ja seine eigene Geschichte zu dem Thema erzählen, aber der ist gerade leider nicht da.

rappers.in:
Ich möchte ein wenig über eure musikalischen Einflüsse sprechen. Dag, du hast das ein oder andere Mal die Namen Johnny Cash und John Lee Hooker erwähnt. Vincent, bei dir fielen die Namen Rage Against The Machine und Beastie Boys. Würdet ihr sagen, dass diese Einflüsse hörbar sind?

Dag:
Wenn ich Gitarre spiele, dann werde ich diesen ganzen Blues gar nicht los.

Vincent:
Das nervt mich schon eher. Immer wenn er ein Gitarrensolo spielt, spielt er automatisch einen Blues-Lick, und ich sage ihm, dass er damit aufhören soll.

Dag:
Was du da gelesen hast, war ein Interview beim Deutschlandradio, das sehr kultiviert angelegt war. Da ging es mehr um Klassiker als um persönliche Einflüsse. Bei SDP haben ganz klar Die Ärzte einen großen Einfluss, sowohl bei Vincent als auch bei mir. Aber da ich ein Gitarrist bin, bin ich natürlich mit Cash, Hooker und Hendrix aufgewachsen, aber das ist höchstens durch mein Gitarrenspiel in der Musik drin.

Vincent:
Wir sind musikalisch ja auch sehr offen. Ich vielleicht noch mehr als Dag, denn ich höre von Flo Rida über Electro bis zu Rage Against The Machine eigentlich alles. Und wir machen einfach, worauf wir Bock haben. Und wenn wir morgen auf dem Johnny-Cash-Film sind, hört sich ein Drittel des Albums halt nach Johnny Cash an. Auf "Die Rache des kleinen Mannes" [SDP-Album von 2008, Anm. d. Red] gibt es so zwei, drei Titel, die an Johnny Cash erinnern.

rappers.in:
Habt ihr während der Entstehung des Albums viel Reggae gehört? Das geht bei Damien-Marley-Samples los und findet vor allem in der Rhythmik der Songs seinen Ausdruck, finde ich.

Dag:
Reggae lieben wir beide und Reggae ist vor allem für mich eine der wichtigsten Musikrichtungen. Eine meiner Seiten als Künstler ist ja, mit meiner Stimme so ein bisschen tief zu toasten, und da ist der Reggae/Dancehall-Einfluss hörbar. Deshalb kommt das musikalisch auch meist in meiner Strophe zum Tragen.

rappers.in:
Vincent, du hast Musikwissenschaften studiert. Da lernt man sicherlich einiges über gut funktionierende Kadenzen und Songwriting im Allgemeinen?

Vincent:
Geht so. Meine Antwort auf die Frage, was man bei Musikwissenschaft lernt, ist eigentlich immer: Alles was mit Musik zu tun hat, außer Musik machen. Von Musikgeschichte über Instrumentenkunde bis Gehörbildung. Auch ein bisschen Komposition, aber sehr wenig.

rappers.in:
Würdest du denn sagen, dass dir das Studium für das Songwriting trotzdem weiterhilft?

Vincent:
Nein. Das Studium hilft mir da gar nicht, aber das war trotzdem sehr interessant. Vor allen Dingen hat das meine Leidenschaft zur funktionalen Musik hervorgerufen. Es gibt ja Musik, die nicht dafür gedacht ist, dass sie als Musik gehört wird, sondern die stattdessen eine bestimmte Funktion im Alltag hat. Fahrstuhlmusik, Musik in Hörspielen oder Filmmusik sind da Beispiele. Das ist mir erst in meinem Studium bewusst geworden und ich habe angefangen, mich damit zu beschäftigen. Deshalb mache ich neben SDP auch viel Filmmusik. Aber wenn du etwas über Komposition lernen willst, dann hörst du 20 Lieder in den Charts und merkst schnell, dass das keine Zauberei ist.

Dag:
Du hast ja bei vielen derartigen Studiengängen keinen richtigen Beruf und musst halt immer gucken, ob du sonst etwas kannst. Ich habe Germanistik studiert und da bringt dir auch keiner bei, wie du einen guten Text schreibst. Aber wenn du deinen Weg gehst und Texte schreibst, kannst du aus allem, was dir passiert, etwas machen.

Vincent:
Ich hatte mit meinen Professoren auch immer große Diskussionen. Am Ende war ich sogar offizieller Repräsentant der Technischen Universität in Berlin und habe Vorträge in ganz Deutschland gehalten, aber war gleichzeitig auch großer Kritiker. Ich war Befürworter der Abschaffung dieses Studiengangs an der Technischen Universität und habe mir da viele Feinde gemacht.



rappers.in:
Kommen wir kurz auf die Produktion des Albums zu sprechen. Vincent, du bist unter dem Künstlernamen Beatzarre ein renommierter Produzent. Warst du für das Album auch als Produzent zuständig oder habt ihr das gemeinsam gemacht?

Vincent:
Das kann man nicht so klar sagen. Natürlich bin ich der Typ, der am Computer sitzt und manchmal den Ton angibt, aber genau so, wie wir über jedes Musikvideo diskutieren, so diskutieren wir auch über den Style der Songs. Und am Ende ist es immer eine Entscheidung, mit der wir beide glücklich sind. Aber zur Produktion gehört halt auch die technische Seite und das mache ich alleine. Und da bin ich auch froh, dass Dag mir vertraut und dass wir nicht zwei Vincents sind, die sagen "Wir haben den Masterplan" und sich in Detaildiskussionen über irgendeinen Snaresound verlieren.

Dag:
Ich spiele Gitarre oder schnappe mir hier und da mal den Bass. Aber das ist natürlich auch praktisch für mich: Ich kann mich äußern und Vincent weiß, wie man das umsetzt. Früher hat er viel alleine gemacht und ich habe nur drüber gesungen. Jetzt sitze ich eigentlich immer dabei und quatsche irgendein Zeug.

Vincent:
Und wenn mir die Meinung von Dag nicht gefällt, dann drehe ich die Boxen einfach ein bisschen lauter und höre nicht, wie er hinter mir redet.

Dag:
Ja, das passiert wirklich.

rappers.in:
Vincent, du verdienst auch mit Produktionen für andere Rapper und mit Filmmusik dein Geld. Dag, was machst du neben SDP? Ich habe gelesen, dass du Traceur [Parkour-Ausübender, Anm. d. Red] bist?

Dag:
Mittlerweile mache ich beruflich nur noch SDP, aber mein ganzer Lebensweg war sehr durcheinander. Die letzten Jahre, bevor es 2013 mit SDP auch live so richtig losging, habe ich mein Geld auch als Parkour-Trainer verdient. Ich bin einer der ersten Traceure in Deutschland und wir haben uns über zehn Jahre eine ganze Kultur, eine ganze Welt aufgebaut. Daran nehme ich immer noch teil, bin aber kein aktiver Trainer mehr.

rappers.in:
Ihr habt ja auch wieder eine Deluxebox …

Vincent:
Zwei!

rappers.in:
Stimmt. Habt ihr die zweite erst gebracht, nachdem die erste ausverkauft gewesen war, oder war das so geplant?

Vincent:
Das war überhaupt nicht so geplant. Bei den Deluxeboxen liegt ja viel Zeug mit drin, das in ganz Europa mit unterschiedlicher Herstellungsdauer produziert wird. Wir haben zum Beispiel Buntstifte in der Box und die haben eine Herstellungszeit von fünf Monaten. Und wenn du merkst, dass du zu wenig einkalkuliert hast, kannst du die Anzahl halt nicht mehr erhöhen. Und wir haben halt sehr konservativ kalkuliert und mussten deshalb eine zweite Deluxebox machen, in der nur die Sachen liegen, für die wir kurzfristig die Auflage erhöhen konnten.

rappers.in:
Gerade im Deutschrap ist das Spiel mit den Deluxeboxen ja ein großer Trend. Ihr habt ja nur einen Vertriebs- und keine Labeldeal bei Universal. Gibt es da trotzdem Vorgaben, dass ihr eine Deluxebox machen müsst?

Vincent:
Nee, ganz im Gegenteil. Wir sind kreative Köpfe und eigentlich dabei, uns Kindheitsträume zu erfüllen, zum Beispiel die kleinen Actionfiguren von uns selber beim letzten Album. Wir fragen uns immer, worauf wir selbst Bock haben und worauf wir Bock hätten, wenn wir Fan wären. Und gerade in der aktuellen Box haben wir auch sehr viel Inhalt.

rappers.in:
Unter anderem "Goldene Tourpässe", mit denen man auf jedes Konzert von euch in den nächsten zwei Jahren kommt.

Vincent:
Genau. Wir haben uns halt selber gefragt: Was wäre denn das krasseste, was man von seiner Lieblingsband bekommen kann? Und da war die Antwort relativ einfach. Es kostet uns halt auch fast nichts außer unserer Zeit.

Dag:
Und wir haben uns überlegt: Wie kann man die Boxen kalkulieren? Viele machen das ja, um Chartumsätze zu generieren. Aber für uns war die Frage: Was kriegt der Fan? Sind es coole Sachen? Du spielst halt auf hohle Pop-Acts an, denen ein Label befiehlt, eine Box zu machen. Das hat mit uns ja nichts zu tun. Wir machen schon immer unsere eigenen Inhalte und für uns war das geil, als diese Boxen aufkamen, denn endlich konnten wir den Leuten noch mehr geben.

rappers.in:
Langsam kommen wir zum Ende. Lasst uns noch kurz auf die Tour zu sprechen kommen. Die ist sehr spät, erst im November. Normalerweise spielt man ja zum Albumrelease, um den Schwung mitzunehmen.

Vincent:
Naja, der Sommer fällt schon mal weg, weil wir eine Festivalband sind. Wir hätten jetzt natürlich gleich mit dem Release auf Tour gehen können. Aber dann hättest du eine super kurze Vorverkaufszeit gehabt und die Leute kennen die Songs noch gar nicht richtig. Zusätzlich gehen die ersten Festivals im Mai los, da sind also nur zwei Monate Zeit.

rappers.in:
Mittlerweile spielt ihr ziemlich große Hallen. Wenn ihr ein paar Jahre zurückdenkt: Lieber kleine Clubs oder große Hallen?

Dag:
Alles hat sein eigenes Flair und seine Berechtigung. Wir spielen auch beides. Wir haben gerade erst im SO36 ein Benefizkonzert gespielt, weil wir auch mal wieder kleine Clubs bespielen wollten. Ein Festivalauftritt vor 30.000 Leuten ist aber ein genauso einmaliges Erlebnis. Aber wenn man das noch im Wechsel erleben kann, dann ist das das Geilste.

rappers.in:
Vielen Dank für das Interview ihr beiden!


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(Nicolas Blum)

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