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Special: Digged That! VBT – Lieblings-64stel Runden der Redaktion

veröffentlicht: Donnerstag, 28.06.2018, 17:40 Uhr
Autor: No My Name Is Maxi

Das VBT geht 2018 nach acht regulären Turnieren und Ablegern wie dem BLB oder VBT Splash! in die allerletzte Runde – doch anstatt in Wehmut zu versinken und dem größten Battleturnier Deutschlands hinterherzutrauen, sollte man sich lieber auf ein starkes letztes Turnier freuen. Denn auch wenn das Teilnehmerfeld am Anfang der Qualifikationsphase größtenteils aus Newcomern bestand, kamen im späteren Verlauf neue Einreichungen dazu, unter welchen sich viele Perlen und Veterane befinden, die für eins der interessantesten VBTs sorgen könnten. Auch die rappers.in-Redaktion verfolgt gespannt das Turnier und wird darüber berichten. Nachdem wir vor einigen Wochen unsere Lieblings-Qualifikationen preisgegeben haben, folgen nun unsere Top-5-Listen der Vorrunden.

5. Sherly
Allgemein muss ich sagen, dass ich Sherly dieses Jahr wirklich super stark finde, der liefert einfach jede Runde solide ab. Gerade im 64stel sieht man nochmal, was der Junge aus sich gemacht hat – Intro richtig Killer, Beatpick nicht von dieser Welt, starke Lines und eindrucksvolle Flowpassagen – habe ich sehr gefeiert. Auch hinter den Videos steckt immer sehr viel Mühe, das weiß ich wirklich zu schätzen. Das einzige, was ich nicht ganz rund finde, ist die Sinny-Hook. Aber dennoch ist es eine Runde, die ich sehr gerne und auch oft gehört habe. Ich glaube wirklich, dass Sherly mit dieser Top-Form auch locker ins 8tel oder 4tel kommen könnte.



4. Neko
Neko ist sowieso einer meiner Lieblingsteilnehmer dieses Jahr, daher war ich auch nicht überrascht, als ich seine 64stel-Runde hörte und sie für sehr gut befand. Allein schon das Video zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht (0:41 Sek) und so ging es auch konstant weiter. Gute-Laune-Beat und Ohrwurmhook sind die perfekte Mischung für einen Sommer-Hit und den hat Neko geliefert. Highlight war für mich sowohl die Feldwegline als auch dieser unglaubliche Flow. Für mich definitiv ein Favorit für den Titel.



3. WandelbarZ
Ein Teilnehmer, den ich dieses Jahr gar nicht auf dem Schirm hatte, ist tatsächlich WandelbarZ. Auf die Runde kam ich auch wirklich erst, als sie durch YouTube-Autoplay gespielt wurde – also danke für dieses Feature, Youtube (not sponsored)! Als ich den Cosa-Beat hörte, waren meine Erwartungen hoch und ich wurde nicht enttäuscht, denn es ist einfach eine geile Runde. Punkt. Witzige Lines, die treffen, gute Reime (Hefeklöße-Line) und für mich das i-Tüpfelchen: die Vocal Hook. Die schwirrte mir noch Tage danach immer wieder im Kopf herum, alles in allem sehr gelungen.



2. Wandler
Das ist meine meistgehörte 64stel-Runde und das auch zurecht. So viele wandelmütige MCs, aber für mich gibt es nur einen Wandler. Schon seine VR2 und VR3 fand ich einfach überragend und auch die 64stel-Runde ist wieder on point. Den Beatpick hatte zwar sein Gegner, aber meiner Meinung nach war das ein Eigentor, da Wandler einfach super gechillt auf diesem Beat kommt. Das „Shorty“ kommt auch einfach super rüber und die Hook bleibt hängen. Das Video mit Punjizz ist wieder sehr gut; zwar nichts Außergewöhnliches, aber zurecht kennt Punjizz den Text in und auswendig. Ob unter der Dusche, beim Autofahren oder beim Essen, Wandler bleibt einem im Gedächtnis. Ich bin ein riesiger Fan seiner sehr außergewöhnlichen Stimme und seines Flows, diesen Typen solltet ihr euch merken! Mein Fazit: Issn‘ Banger.



1. MC Zirkel
Wen wird das wohl überraschen, ich denke niemanden. MC Zirkel ist wirklich konstant überragend, bei seinen Runden schießen meine Dopa- und Serotonin-Werte stets in die Höhe, wer braucht da schon Mollys? Man könnte sich das Video auch ohne Audio ansehen und müsste sofort lächeln, einfach klasse. Ich feier diesen norddeutschen Kutterflow sehr und auch der Text hat mich total begeistert. Niksdas Hook könnte auch ein Titellied für eine neue Serie aus dem Entenhausen-Universum sein und MC Z hat einfach das beste Brett im 64stel produziert. Gordon & Jenny im Video runden alles für mich nochmal ab.



(Uschikowski)

5. Tamo-Flage
Für die mit Abstand kreativste Runde im diesjährigen VBT sorgte in meinen Augen Tamo Flage, welcher mit einem gut umgesetzten GTA-Parodievideo um die Ecke kommt, bei welchem besonders die Visualisierung gut gelungen ist und mir zeigte, dass es die Jungs von bluStudios media wirklich ernst meinen. Was auch sicherlich bei Tamo der Fall ist, da die Runde wirklich musikalisch daher kommt, jedoch lässt der Hamburger VBT-Veteran Punchlines mit Gegnerbezug zu wünschen übrig. Deshalb würde ich mir für die kommenden Runden Punchlines wie im VBT 2011 wünschen – dann wäre der alte Tamo-Flage wieder komplett da und könnte sich in diesem Jahr den verdienten Titel holen.



4. Engine Itano
Engine Itano aka Dr.Lucs hatte mich bereits im VBT 2012 überzeugt, weshalb seine Teilnahme am diesjährigen VBT eine riesen Überraschung für mich war. Natürlich brachten die Runden aus seinen vorherigen VBT-Teilnahmen eine große Erwartungshaltung gegenüber seinen diesjährigen Runden mit sich, welche jedoch immer wieder eingehalten wurden. Genauso wie jetzt auch im 64stel, denn seine Runde weckt nicht nur den alten VBT 2012-Flavour wieder zum Leben, sondern zeigt auch, dass Itano das Battlen nicht verlernt hat und immer noch genau weiß, wie er Musikalität und Punchlines unter einem Hut bekommt.



3. Dupash
Einer der diesjährigen Top-Favoriten und wahrscheinlich auch der Künstler mit dem größten Potential für eine erfolgreiche musikalische Karriere nach dem VBT ist in meinen Augen Dupash. Denn auch in seiner 64stel-Runde bringt kein anderer Rapper so viel Style, einen so lässigen Flow und eine so (zurecht!) überhebliche Attitüte unter einen Hut wie er. Wenn Dupash nun auch noch gute Punchlines mit mehr Gegnerbezug hätte, dann wäre dieser wahrscheinlich sogar etwas weiter vorne in meiner Liste. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf seine nächste Runden!



2. Harald Gerolsteiner (Vocal)
Die für mich größte Überraschung im 64stel ist die Demaskierung von Harald Gerolsteiner gewesen, bei dem sich herausstellte, dass er anscheinend doch kein richtiger Opa war, sondern nur Vocal! Wer hätte das gedacht?!
Aber Spaß beiseite: Es freut mich wirklich sehr, dass Vocal nun wieder als er selbst und nicht als Harald am diesjährigen VBT teilnimmt, denn ich finde, dass ein so musikalischer Rapper mit einem solchen Gesangstalent dem VBT wirklich gefehlt hatte – weshalb ich auch hoffe, dass Vocal weiterhin sein Bestes gibt und in den nächsten Runden konstant abliefert.



1. Deetox Vengeance
Man kann von ihm halten was man will, jedoch ist er mein absoluter Top-Favorit dieses Jahr! Die Rede ist von Deetox Vengeance, welcher auch in seiner 64stel-Runde mit guten Punchlines, einer düsteren Attitüte und einer einzigartigen Musikalität daherkommt. Dieses eh schon runde Produkt wird dann noch mit einem guten Battlerap-Musikvideo und einer sehr melodischen Hook von Vocal abgerundet und wird dadurch zu einer Runde, die ich mir von ein paar anderen Rappern im diesjährigen VBT auch wünschen würde.



(HauGe)

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