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Special: Den Fallout von Prezidents "Du Hast Mich Schon Verstanden" verstehen

veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 16:00 Uhr
Autor: Cuttack



Es ist schwer, die Kunst von den Narrativen zu trennen, die sie umgeben. Ganz besonders in Zeiten von Social Media und Twitter, in denen Meinungsbildung und Diskurs so rasant und unverzüglich passieren, dass Hot Takes und Vereinnahmung mit Stücken schon passieren kann, bevor sie überhaupt vollständig ausgerollt wurden. "Du hast mich schon verstanden" von Prezident ist eines dieser Alben, das diesem Phänomen unter die Räder gekommen ist. Dafür braucht man den Mann jedoch kaum bemitleiden, denn wenn man eines festhalten kann, dann dass er mit den provokanten, klar gewollt provokanten Aussagen in den Singles "Ich geh dir gern die Extrameile auf den Sack" und "Zwei verschiedene Arten des Gutseins" gewusst haben muss, was er da auf sich zieht.

"Du hast mich schon verstanden" ist inzwischen seit fast zwei Monaten auf dem Markt und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass diese Sau durchs Dorf getrieben wurde. Noch bevor das Album überhaupt ganz zu hören war, tobte bereits eine hitzige Debatte darüber, ob es womöglich rechte Ideen beinhalte, sich von Rechten instrumentalisieren lasse oder einfach nur ein ziemliches Arschloch-Projekt sein könnte. Wie das Internet es so an sich hat, verselbstständigte dieser Diskurs sich recht bald zu einer Instanz seiner selbst und auch in daraufhin veröffentlichten Interviews und Kommentaren drehte es sich vor allem um seine Gedanken zu #MeToo und um den Rummel, den das Album schon vorab ausgelöst hatte.

Als HipHop-Magazin-Typ habe ich natürlich kein Recht, mich auszuklammern, was den Umgang mit diesem Projekt angeht. Bei den Kollegen von laut.de habe ich selbst recht früh und ausufernd reagiert – und finde es zumindest immer noch wichtig, dass eine Positionierung zu einem derart offen politisierten Vorstoß schnell und klar ausfällt. Mit einer gewissen Distanz zum Projekt bleibt mir jedoch das Gefühl, dass bis auf einzelne Momente die Kurve nicht mehr gekriegt wurde, an deren Ende "Du hast mich schon verstanden" sich selbst als Projekt verteidigen darf. Statt einer klassischen Review gibt es nun deshalb eine ausführlichere Einordnung und Auseinandersetzung mit dem Album, das nach all den Furoren doch irgendwie untergegangen ist. Worum geht es eigentlich? Was passiert an den kritisierten Stellen, was drumherum? Hat es den Fallout, den es hinterlassen hat, wirklich verdient?



Der Absurdist, der Nihilist

Wer sich nach den Singles ein Projekt voller Linksbashing-Punchlinerap erhofft hat, irrt sich. Es sind mit "Über zwei verschiedene Arten des Gutseins", "Ist das ein Superfood?" und "Ich geh dir liebend gern die Extrameile auf den Sack" gerade einmal drei Titel auf dem Album enthalten, denen man den Fokus auf die Provokation spürbar anmerkt. Dass sie einen derart bleibenden Eindruck hinterlassen, ist eher dem geschuldet, dass sie dank einschlägigeren und treibenderen Instrumentals und den gehässigsten Onelinern der Platte den wohl größten Schockfaktor mitbringen. Bevor wir uns aber dem zuwenden können, ist es wichtig, das Framing und die sonstige Themenpalette des Projekts zu verstehen.

Würde man zentrale Themen von "Du hast mich schon verstanden" isolieren wollen, könnte man auf zwei Konflikte zeigen: Den Konflikt von Absurdismus und Nihilismus in der Sinnkrise – und den Konflikt von ökonomisierten Alltag und idealistischem Künstlerdasein. Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas abstrakt, steckt aber recht wörtlich ausgesprochen in mehreren Tracks der ersten Hälfte. In der Trackfolge von "Rites des Passage/Pissen in den Ozean" und "Absurd" zeichnet Prezident ein Bild der Sinnkrise, das typisch für ihn erscheint. Die auch musikalisch sehr treffend eingefangene Erfahrung von Monotonie im Alltag fühlt sich von der Belanglosigkeit der Konsumgesellschaft verhöhnt. Es sind die Teile der Gesellschaft, die er auf "Limbus" noch mit Lines wie "unfähig zu jeder Transzendenz" abfertigte. Bürokraten, Karrieristen, eine Gesellschaft ohne Reflektion, dafür aber mit poliertem Lebenslauf.

Auf diesen Tracks argumentiert Prezident für die Notwendigkeit der Sinnkrise. Die Gesellschaft ist absurd, das Leben gewissermaßen sinnlos und er spricht den Menschen, die ihre Sinnhaftigkeit unreflektiert von der Konsumgesellschaft adaptieren, ihre Ästhetik ab. Die Konsequenz einer Reflektion müsste der Nihilismus sein, oder – wie er ihn auf dem Titeltrack "Du hast mich schon verstanden" direkt am Anfang des Albums illustriert – das Absurde. "Irgendwas muss einem ja heilig sein" ist ein Satz, der in der Tradition von Autoren wie Albert Camus steht. Ist das Leben sinnlos, muss man sich eben einen neuen Sinn suchen. Interessanterweise wartet die erste Hälfte des Projektes sogar recht direkt mit einer Antwort dazu auf: "Du hast mich schon verstanden" steckt voller Verneigung vor der Kunst und zeichnet eine fast naive Idealisierung des Künstlers als heroische Figur.



Ein Held kennt keinen Alltag

Auf "Pissen in den Ozean" bemängelt er zwar noch die Inflation der Kultur, lässt aber durchschimmern, wie heilig ihm das Frame des Künstlers zu sein scheint. Sei es die Musik von Curren$y, Haftbefehl, Kendrick Lamar oder Travis Scott, die er schnell nach Release tot hört, die Lehren von Foucault oder Tschechows: In der Kunst kann das Leben Bedeutung gewinnen, weswegen die Zeile:

Und sollt' doch mal wer des echten Lebens überdrüssig werden/
Wird aus ihm deshalb kein Held, wie sie in Bühnenstücken sterben/

(Prezident auf "Rites des Passage/Pissen in den Ozean")

auch direkt eine interessante Bedeutungsebene gewinnt. Der Held, der im Bühnenstück stirbt, wird nicht von der Absurdität des Alltags und schon gar nicht von einer ökonomisierten Gesellschaft erniedrigt. Der Mensch muss sich sein eigenes Schicksal bestimmen, die dramatische Figur jedoch kann sich auf das ästhetische Empfinden des Autors stützen. Damit im Hinterkopf gibt auch die Line

Gott mag vielleicht tot sein/
Doch was besseres ist mir noch nicht zu Ohren gekommen/
Kann man schon traurig finden/
Nicht, dass ich noch glauben könnte/
Doch das Jenseits unsrer Horizonte sticht im Augenwinkel/

(Prezident auf "Absurd")

mehr Sinn. In der Frage nach dem Nihilismus könnte man Gott entweder als tot ansehen – sprich das Leben sinnlos finden und abschreiben – oder ihm Absurden eine Art Autorenfunktion zuschreiben. Damit wälzt man die Aufgabe, sich selbst einen Sinn zu verleihen, auf das ästhetische Empfinden des Konstruktes "Gott" ab, je nachdem, was dieser für den Hörer auch bedeuten mag. Bastelt man nun diesen Respekt vor der Instanz der Kunst zusammen mit den Zitaten darüber, dass "wer ihn für ein Genie hält, keins kenne" und trotzdem "Prezi Leben in die gute Stube bringe", verändert sich auch das Framing der polarisierenden Tracks ein wenig.



Das Problem mit dem Virtue Signaling

Gehen wir also noch einmal die Schritte der Logik des Albums durch: Nach dem Kanon seiner literarischen Vorbilder setzt Prezident (wie auch schon auf seinen Voralben) voraus, dass die Konsumgesellschaft und die ökonomisierte Gesellschaft eine gewisse Absurdität mitbringen, die einen reflektierten Menschen zur Sinnkrise bewegen müssen. Das ist der besagte erste Konflikt. Der zweite liegt darin, dass ein möglicher Ausweg daraus in der Flucht in die Kunst oder die Kultur liegt, denen gewissermaßen eine sinnstiftende Rolle zugeschrieben werden kann. Der Ausgangspunkt für den emotionalen Zustand des Albums ist nun aber die Erfahrung von Prezident, der sich in den vergangenen Jahren seines Lebens als Künstler in einer kulturellen Blase zunehmend desillusioniert mit den den Begegnungen in dieser Szene zeigt.

Doch passt schon, macht ja Spaß, der Job als Kletteraffe/
Auf Boxentürmen, bepackt mit SM58 und Konfettiknarre/
Nur tragen Manager- und Rapperlappen Dreck mit ihren/
Schuhen in deine Seele, wenn sie Smalltalk und Geschäfte machen/

(Prezident auf "Rites des Passage/Pissen in den Ozean")

Jedoch schlägt sich diese Kritik nicht nur auf die naheliegende Warenförmigkeit aus (dieses Thema selbst kritisiert er als "Fight Club-Konsumkritik" für seine Abgedroschenheit), sondern scheint sich vor allem an den politischen Haltungen seiner Begegnungen festzumachen. Unter dem geladenen Begriff des Gutmenschentums fasst er nun Heuchelei, Slacktivism, Doppelmoral und einige Strohmänner recht wahllos zusammen. Die Objekte seiner Kritik in "Ist das ein Superfood?" oder in "Gutsein" sind nun offensichtlich zum einen Menschen mit links-grüner Haltung und gleichermaßen die Menschen, die einem in der Arbeitswelt der Medienbranche vermehrt begegnen. Schlägt er dann gegen die vermeintliche Sinnlosigkeit von Demonstrationen und Boykotten, von Twitter-Empörung oder #MeToo-Heldenverehrung aus, kann man es als Kritik an der performativen Haltung vieler Menschen verstehen, die sich Tugendhaftigkeit durch symbolische Gesten profilieren und Identifikationsflächen schaffen wollen.

Gleichermaßen lässt er es allerdings auch absolut offen, es als direkte Kritik daran zu lesen, dass Boykotte und Demonstrationen keinen Wert in einer Demokratie haben oder dass #MeToo und Phänomene wie Rape Culture absolut kein Problem seien und die alleinige Beschäftigung mit solchen überflüssig sei. Gerade bei Zeilen, die implizieren, dass die Homoehe ja nur ein Luxusproblem sei, darf sich hier eigentlich nicht gewundert werden, dass Kritiker erheblichen Anstoß an solchen – bewusst offen gelassenen – Implikationen nehmen. Doch auch die erste Implikation steht weiterhin im Raum. Sie erinnert stark an das, was in den letzten Jahren im Internet als Virtue Signaling diskutiert wurde. Also der Vorwurf, Menschen machen bestimmte Vorwürfe (meist hier im Bezug auf Rassismus, Sexismus, Homophobie, etc. verwendet) nur, um sich dann im Licht der moralischen Überlegenheit zu sonnen. Was eigentlich von James Bartholomew etabliert wurde, um Slacktivism präziser kritisieren zu können, wurde in einschlägigen Internetforen vor allem in Alt-Right-Kreisen zu einer Allzweck-Waffe, um jeder berechtigten oder unberechtigten Empörung unlautere Motive vorzuwerfen. Genau wie der Begriff des Gutmenschen ist diese Argumentationslogik nicht unproblematisch, vor allem, weil sie zu Hochzeiten oftmals verwendet wurde, um möglicherweise notwendige Diskussionen unkonstruktiv abzuwürgen. Diese Unkonstruktivität ist ein Vorwurf, den Prezident im Rahmen des Albums aushalten muss, immerhin erkennt er ihn ja selbst an:



Lampshading

Schließen wir diesen Kreis: Prezidents Kunstschaffen entsteht aus einer Notwendigkeit der Ästhetik, um nach seiner absurdistischen Logik der Sinnlosigkeit des Leben ein Schnippchen zu schlagen. Die Realität des deutschen Kunstschaffenden ist allerdings genauso schnöde wie jede andere deutsche Realität und er sieht sich in seinem Alltag wieder mit Menschen konfrontiert, denen er in ihrem Wesen bis hin zu ihrer Politisierung neoliberale Banalität vorwirft. Das schlägt sich in seinen Fronts in der Empörungskultur, im Virtue Signaling und im "Gutmenschentum" nieder.

Keines dieser Konzepte ist per se unproblematisch, aber es ist emotional nachvollziehbar, dass es zu Frustration kommt. Genau diesen Konflikt nimmt er auch bereits im Opener "Kein Song gegen Pegida" vorweg. "Der Anspruch, unbequem zu sein", heißt für ihn hier wohl, aus der Monotonie des Meinungskonsens auszubrechen. Der auf "Schrödingers Katze" ausgeführte Ausbruchsentwurf befindet sich im "Blödsinn", konkreter hier also vielleicht in der Provokation, die in Formulierung, Wortwahl und Inhalt vieler Oneliner steckt.

Ja, find' ich scheiße (heh), zynisch und zersetzend/
Defätistisch, Alter, bestenfalls macht er's sich 'n bisschen einfach (bestenfalls)/
Ich mein', er weiß ja wohl, dass gerade schlimme Zeiten sind/
Was ist das Problem mit bisschen Flagge und Gesinnung zeigen? (weißt du?)/
Ich mein', da draußen brennen Flüchtlingsheime (ja)/
Und sein fünftes Album nichts als eine Anleitung zum Wichser sein (pff)/
Distanziert und geistreich (boah, ja), mäkeln über Nichtigkeiten/
Teilnahmslosigkeit abfeiern und noch drüber Witze reißen (erbärmlich)/

(Prezident auf "Kein Song gegen Pegida")

Im Grunde nimmt er hier alle Kritik auf, die schon vorab geäußert wurde. Ein Phänomen, das man auch als Lampshading bezeichnet: Er rückt seine Angriffsflächen in den Vordergrund, um ihnen eine gewisse Aura der Selbstreflektion zu verleihen, vermeidet es dabei aber dennoch, sich konkret mit der Kritik auseinanderzusetzen. Dabei hat die Platte durchaus fundamentale Schwächen, die weder emotional noch inhaltlich schlüssig gelöst werden. Am besten lässt die sich am Beispiel von "Über zwei verschiedene Arten des Gutseins" zeigen: Hier hämmert er den vermeintlichen Gutmenschen ein, dass ihre Sicherheit, mit der sie ihrer politischen Linie folgen, nicht unbedingt gerechtfertigt sei. Nicht reflektiert genug. Das ist eine Aussage, die vielerorts zutrifft. Jedoch fühlt sich die Sicherheit, mit der er selbst auf seinen Gegenpositionen beharrt, genauso unreflektiert an. Er ist sich ebenfalls "ganz sicher", dass #MeToo nur eine Medienhysterie ist, dass Berichterstattung über Clan-Chefs "problematisch" ist. Logischerweise müsste seine Argumentation dazu führen, dass es eben keine leichten, schwarz-weißen Antworten gibt. Trotzdem vermittelt er dem Hörer immer wieder das Gefühl, dass er selbst glaubt, eben diese zu besitzen. Genau so ein Moment findet sich auch auf dem Titeltrack. Er ist sich "ganz sicher", dass Boykott und Demonstration nichts ändern wird, spricht sich aber scheinbar selbstverständlich zu, dass sein mittelmäßig virales Rapalbum "Leben in die gute Stube" bringe. Zu all diesen Themen sei dahingestellt, ob es denn jetzt so ist oder nicht. Der Punkt ist: Immer wieder hält er sich nicht an seine eigenen Konventionen. Das verwässert die Aussage und das Framing der Platte spürbar und ist überhaupt erst der Grund, warum die Schreckreaktion vieler Kritiker so vehement ausgefallen ist.

Kritik an der Kritik der Kritik

Es ist schwer, eine Provokation von ihrem Schockwert zu trennen. "Du hast mich schon verstanden" ist ein frustrierendes Album über Frustration. Man kann ihm sehr wohl zusprechen, dass die meisten Effekte der Platte bewusst erzeugt wurden. Man kann sich genauso sicher sein, dass sie mit "schlechter Laune" ihr Ziel mehr als erreicht haben. Der Zynismus, die Pissigkeit dieser Platte ist intensiv und nahegehend, weswegen sie ironischerweise gerade darin ihre Wirkung entfaltet, dass es wirklich anstrengend und ermüdend ist, sie über lange Zeiträume zu hören. Zuletzt bleiben in der Logik seiner Prinzipien Löcher zurück, die zu groß sind, um sie mit einem vagen Ironiezeichen zu überspielen. Das Album ist nicht rechts, aber in seiner sehr zynischen Kritik an zumeist linken Idealen inkonsequent und unangenehm selbstgerecht. Dass das große Räume für eine Aneignung durch tatsächlich rechte Hörerschaften bietet (vor allem auch, weil seine fragwürdigeren Positionen wie zu #MeToo oder der Homoehe natürlich sehr stromlinienförmig in deren Narrative passen und Prezident nicht zuletzt auch mit "Gutmensch", "Linksgrünversifft" und "Triggern" viele Begriffe aus deren Spielbuch in petto hat); diese Kritik muss Prezident nun aushalten.

Vielleicht ist "Kritik an Medien, die Kunst kritisieren" einfach eine zu enge Nische, um die Konzeption einer ganzen Platte darauf zu verwenden. Vielleicht ist der emotionale Ausgangspunkt des Künstlerlebens mit Ausblick auf die Medienbranche zu spezifisch, um von dort aus eine Diskussion zu starten. Vielleicht ist der Ansatz, Leute "triggern" zu wollen und bereits im Ansatz auf deren Reaktion zu spekulieren ein paar Ebenen zu tief, um dann im Albumtitel davon auszugehen, dass die Leute schon verstehen werden. Es ist alles frustrierend. Prezident ist weiterhin einer der pointiertesten Texter in Deutschland, Freunde von BoomBap-Produktion und Minimalismus werden auch musikalisch eine Menge Spaß an einem Album wie diesem haben. Nichtsdestotrotz ist die Provokation, die so große Räume dieser Platte einnimmt, ermüdend und auszehrend. "Du hast mich schon verstanden" ist eine Platte, die gleichzeitig eine Diskussion händeringend einfordert und gleichzeitig das Konzept von Diskussion vor den Karren wirft.

Prezident zeichnet immer wieder nachvollziehbare, authentische Perspektiven und fordert dann doch wieder mit vehementer Besserwisser-Attitüde und johlender Selbstgerechtigkeit eine Menge Antipathie auf sich. Eigentlich sollte es wenig überraschen, dass die Platte schlussendlich so versackt ist. Denn es ist schwer, ein konkretes Fazit dazu zu finden. Die Erfahrung ist schlussendlich weder gut noch schlecht, die Aussagen nicht hundert Prozent falsch, aber auch weit von etwas entfernt, das man so wirklich unterschreiben will. Es ist schlicht ein frustrierendes Album. Was will man machen; gewissermaßen erspart der Elefant im Porzellanladen ja auch den Zimmermann. Und vielleicht findet Prezident nach dieser anstrengend kleinlichen Auseinandersetzung auch wieder zu einer ausgewogeneren Themenpalette zurück.


(Yannik Gölz)

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