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Interview: Behind the scenes: Distri (Labelarbeit, Boxen, Charts ) – Text

veröffentlicht: Sonntag, 05.02.2017, 10:26 Uhr
Autor: kollin



rappers.in:
Hey Timo, schön, dass du dir die Zeit genommen hast! Wie könnte man schöner starten, als mit einer Frage über Beef? Rapper beefen sich mit anderen Rappern, beefen sich demnach auch Labelmanager mit anderen Labelmanagern?

Timo (distri):
Eigentlich ehrlich gesagt gar nicht, es gibt bestimmt auch ein paar, die man nicht mag. Allgemein geht es aber hinter den Kulissen eher ruhiger zu als bei den Rappern.

rappers.in:
distri gibt es ja nun schon sehr, sehr lange. Wann würdest du sagen, war der Markt am besten: Damals oder heute?

Timo (distri):
Also ich bin nicht von Anfang bei distri gewesen, weiß aber, dass es Anfang der 2000er mit den Untergrundsachen sehr, sehr gut lief. Dann gab es, was Deutschrap angeht, allgemein eine Flaute, aber mittlerweile ist schon die zweite Hochphase eigentlich. Seit einigen Jahren macht sich das ja auch dank des Boxengame in den Charts bemerkbar und die Menschen außerhalb von Rap bekommen es auch mit. Und inzwischen machen wir ja bei distri auch nicht mehr nur "Untergrund".

rappers.in:
Apropos Boxen, wie findest du die Dinger? Es ist ja allgemein bekannt, dass es gut für die Charts ist, aber findest du es gut, dass man nun zwölf Euro mehr für einen Laserpointer verlangt oder 40 für einen schlechten Rucksack? Steht man da irgendwie im Gewissenskonflikt manchmal?

Timo (distri):
Also meine persönliche Meinung und meine geschäftliche gehen da auseinander. Es gibt sicher Boxen, mit denen Fans von den Künstlern beziehungsweise Labels verarscht werden. Das kann ab und an sicher auch mal Gründe haben, dass das falsch kalkuliert wurde et cetera. Manche Boxen sind aber auch das Geld wert beziehungsweise den Inhalt. Es gibt für beide Seiten Beispiele: Es kommt halt auch immer auf den Anspruch des Käufers an. Ich finde durchdachte kleine Gimmicks teilweise genauso interessant wie vielleicht hochwertige, die aber nicht mit dem Produkt zu tun haben. Wir achten bei uns zum Beispiel extrem auf das Preis- Leistungsverhältnis. An vielen Gimmicks sind wir auch am Denkprozess und natürlich der Beschaffung maßgeblich beteiligt. Wir haben zum Beispiel viele Boxen, die kein T-Shirt, sondern hochwertigere Dinge beinhalten wie Digitalwaagen, Flaggen, Kettenanhänger und ähnliches.

rappers.in:
Inwiefern steigert sich durch den Kauf einer Box der Gewinn? Ich habe letztens einen alten Post von Ruffiction, oder Crystal F, gelesen, in dem sie sich sehr darüber beschwert haben, dass man damit keinen Gewinn macht. Ergibt es demnach abseits von den Charts für den Künstler überhaupt Sinn, Boxen zu bringen?

Timo (distri):
Auch das kommt auf die Kalkulation an, beziehungsweise was man in die Box packt und wo und für wie viel man es produzieren lässt. Aber sicherlich ist es größtenteils so, dass Boxen einerseits einen Mehrwert für die Fans darstellen und andererseits für den Umsatz der Charts wichtig sind. Wir haben ja auch noch einen eigenen Shop (Klick), dessen Verkäufe übrigens auch in die Charts einfließen (GfK). Entsprechend anders sind dann natürlich auch die Ausschüttungen an den Künstler direkt, da außer uns und den Künstlern keine weitere Partei mitverdient. Das können bis zu 100% mehr sein als über andere Verkaufswege.

rappers.in:
Findest du, dass die Charts überhaupt was bringen?

Timo (distri):
Die Charts steigern halt das Ansehen und den "Fame", sowas ist industriell und für die breite Masse wichtig und vor allem für das Ego der meisten Künstler. Höhere Chartplatzierungen ziehen oftmals einen Rattenschwanz an positiven Ereignissen mit sich, wie zum Beispiel bestimmte Bookings auf Festivals, Fernsehen, Berichte in Medien außerhalb Rap et cetera. Nach außen sieht es ja auch immer interessant und "stark" aus, wenn jemand oben in den Charts ist, da Außenstehende die Verkaufs- und Umsatzzahlen nicht einsehen können, sondern nur die Chartplatzierung sehen.

rappers.in:
Einerseits muss ich da auf jeden Fall zustimmen, aber auf der anderen Seite denke ich mir, dass ein langwieriger Verkauf doch viel besser wäre, als alle CDs in sieben Tagen absetzen und danach gar nichts mehr.

Timo (distri):
Wenn du dir viele Produkte außerhalb von Rap anguckst, ist es ja auch so, die steigen sehr oft nicht unbedingt hoch in die Charts ein, aber verkaufen auf lange Zeit. Bei Deutschrap wird von vielen tatsächlich auf den Releasetag hingearbeitet. Danach endet meistens die Promo. Aber klar, natürlich ist der Nachgang wichtig und man guckt, dass man nach hinten raus entsprechend auch noch verkauft. Inzwischen ist es ja auch so, dass einige Rapper auch nach Wochen noch in den Charts sind. Das hat aber auch mit "Erziehung" und teilweise auch Überforderung der Käufer zu tun. Es gibt einfach massig Deutschrapveröffentlichungen momentan.

rappers.in:
Nun wird auch noch Streaming mit in die Charts bewertet, oder? Wie kann ich mir das vorstellen? Habe ich da nun Nachteile, wenn ich als Künstler meine Musik nicht auf Spotify und Co. packe?

Timo (distri):
Also da gibt es öffentlich einsehbar Regularien, es gibt da eine Formel, mit der das berechnet wird. Nachteile, wenn man nicht Streaming macht, kann man nicht direkt sagen, die Frage ist halt, wie viele potentielle Kunden, die ein Album kaufen würden, stattdessen lieber streamen. Oder wie viele streamen und dann kaufen ... oder, oder, oder ... das sind alles Eventualitäten, bei denen es keine zuverlässigen Statistiken gibt oder geben kann. Man muss da einfach mit der Zeit gehen und es beobachten. Letztlich ist das schwierig zu beurteilen.

rappers.in:
Ich würd' nochmal kurz zurück zu den Boxen anhand eines Beispiels: Genetikk hat nun für 40 Euro eine Box mit einem Gildan-T-Shirt (Preis ca. 2€) und einer Instrumental-CD gebracht. Wo landen meine 40 Euro nun ungefähr, wenn ich diese Box gekauft habe? Label, Einzelhandel, Künstler, ... ?

Timo (distri):
Puh, das ist 'ne eklige Frage, ich würde da ungerne mit geschätzten Werten oder Prozenten um mich werfen. Aber unter anderem genau die von dir genannten Parteien werden dran verdienen. Und sicher nicht zu gleichen Teilen, das kommt wieder auf alle Deals an, für wie viele produziert wurde, wie der Vertriebsdeal ist, was die Künstler für einen Vertrag haben und so weiter.

rappers.in:
Aber stimmt es, dass der Einzelhandel pro Verkauf am meisten kassiert?

Timo (distri):
Nicht zwangsläufig, das kann man echt pauschal so nicht sagen. Es kommt immer auf den Vertrieb an und mit was für Rabatten, Aktionen et cetera gearbeitet wird.

rappers.in:
Also haben Vertriebe verschiedene Deals mit Märkten?

Timo (distri):
Klar, es ist ja ein freier Markt. Auch Einnahmen von Künstlern unterscheiden sich je nach dem, was sie für Verträge haben ...


Timo (Distri) und Toni der Assi


rappers.in:
Ihr seid ja Vertrieb und Label. Ich kann theoretisch beides bei euch in Anspruch nehmen. Aber wo liegen nun die Unterschiede? Ist das Vetriebliche nicht schon die Kernaufgabe von einem Label?

Timo (distri):
Nein, ein Label betreut einen Künstler, schreibt viel vor. Investiert Risikobudget, plant und regelt die Promo, kümmert sich um Lizenzrechte et cetera. Als Label verdient man einen größeren Anteil als der Artist. Der Vertrieb kümmert sich stumpf gesagt darum, das Produkt verfügbar zu machen und möglichst viele Einheiten zu verkaufen. Wir bezeichnen uns gerne als Vertrieb mit Label Services oder Vertriebslabel, wir übernehmen anteilig viel Labelarbeit. Je nach Artist, gehen dabei aber auf die Artists ein und beraten – lassen ihnen jedoch die Letztentscheidungen. Bei Labeldeals liegt die Letztentscheidung beim Label. Das sind so im Groben einige Unterschiede. Aber es gibt noch viele mehr.

rappers.in:
Ist auf jeden Fall viel mehr Arbeit, als man als Zuschauer so mitbekommt.

Timo (Distri):
Das auf jeden Fall, Außenstehende können das, glaub' ich, nicht bewerten. Auch alleine schon die Vielzahl an Verträgen und Möglichkeiten, Platten rauszubringen, sind hoch.

rappers.in:
Künstler sagen immer, dass man mit CDs nichts mehr verdient, sondern nur mit Livegigs. Was sagst du zu der Behauptung? Müssen Künstler so sehr am Hungertuch nagen, wie es einige tun?

Timo (Distri):
Eigentlich gar nicht, wenn man gut wirtschaftet und schlau ist, kann man auch mit, sagen wir mal Alben statt CDs, weil ja viel digital geht, Geld verdienen. Das Livegeschäft funktioniert nicht ohne die Alben. Wenn man natürlich 100.000 Euro in ein Album steckt für Beats, Mastering, Videos et cetera und verkauft nur Alben für 20.000 Euro, dann hat man was falsch gemacht oder sich überschätzt.

rappers.in:
Und ich vermute mal, dass Merch ein wahres Goldgeschäft ist... Bei 25 Euro für 'n Fruit of the Loom Shirt muss ja einiges hängen bleiben.

Timo (Distri):
Da ich nicht im Merchbusiness bin, kann ich dazu nicht wirklich viel sagen, von den Margen her ist es aber sicherlich nicht unattraktiv. Es kommt halt drauf an, wie man alles richtig anpackt und mit welchen Partnern man arbeitet.

rappers.in:
Weißt du, was uns persönlich ziemlich stört? Die Kritikunfähigkeit einiger Labels. Manche wollen gar nicht mehr mit uns arbeiten und laut einem anderen Rapper sollen wir uns "in den Arsch ficken" – wie findest du solche Reaktionen und wie reagiert ihr generell, wenn mal ein Album eines eurer Künstler eine negative Bewertung erhält? Oder sind euch solche Reviews tatsächlich komplett unwichtig?

Timo (Distri):
Also bei negativen Bewertungen kommt immer drauf an, wie sie formuliert sind. Ich erinnere mich tatsächlich, dass ich mal auf eine Kritik bei euch vor Jahren auch 'n bisschen komisch reagiert habe. Reviews an sich finde ich schon wichtig, aber ich denke, dass der Hörer sich selber sein eigenes Bild machen sollte. Eine schlechte Review kann so etwas zerstören oder einen natürlich dazu bewegen, sich gerade deshalb ein eigenes Bild zu machen. Ich glaub', auf schlechte Reviews reagieren in erster Line die Artists direkt am negativsten, weil es halt eine Bewertung ihrer Arbeit ist. Was mich auf PR-Seite bei den Labels eher stört, ist, wenn man keine Antworten bekommt oder es natürlich schwerer hat, Newcomer zu platzieren.

rappers.in:
Da muss ich dir recht geben: Es gibt tatsächlich haufenweise Einsendungen, die man nur schwer alle anhören kann. Wie ist das denn bei euch als Label im Zeitalter vom Internet: Bekommt ihr viele Demotapes zugeschickt wie damals und hört ihr euch alles an?

Timo (Distri):
Also Demotapes sowieso nicht mehr, CDs ganz selten, digitale Demos echt massig. Und es waren in den letzten Jahren auch schon einige Artists dabei, die jetzt oben mitspielen, die aber aus verschiedenen Gründen nicht bei uns stattgefunden haben.

rappers.in:
Also läuft das alles momentan eher so ab, dass ihr im Internet auch nach neuen Künstlern sucht und nicht umgekehrt?

Timo (Distri):
Eigentlich mehrere Wege, Demos, im Internet gucken, Empfehlungen, manche, die schon ein gewisses Standing haben, melden sich von selber. Das ist echt unterschiedlich.

rappers.in:
Ihr helft ja echt vielen Newcomern: Auf was achtet ihr da besonders?

Timo (Distri):
Das ist oftmals so ein Gefühlsding und persönlicher Geschmack, unsere Historie hat gezeigt, wie Künstler groß werden können, und wir geben Newcomern daher gerne Chancen. Wir haben intern im Team verschiedene Geschmäcker, aber da gibt es auch Überschneidungen. Und wenn wir was sehen oder hören, wo das Gefühl stimmt und die Umstände passen, dann machen wir das.

rappers.in:
Also hört ihr euch tatsächlich alles an, was euch geschickt wird?

Timo (Distri):
Ich sag' dir ganz ehrlich, nicht jeder von uns hört sich alles an und meistens wird durchgeskippt. Das hängt aber auch mit der Mühe zusammen, was die Leute schicken. Eine lieblose E-Mail mit dummen Sprüchen und ohne groß Infos – da lädt halt nicht viel zum Anhören ein. Wenn jemand 'ne Info, Bio, Fotos, Cover et cetera schickt und drei bis vier aussagekräftige Songs, dann wirkt das Ganze schon rund und gut vorbereitet. Wenn sich jemand selber gut verkauft und professionell sein möchte beziehungsweise wirkt, dann ist das schon interessanter.

rappers.in:
Und fast alle Anschreiben sind ziemlich dumm, wenn man es auch mal auf uns bezieht.

Timo (Distri):
"Signt mich" oder "Ich bin der neue Star" ... die haben halt irgendwo mal gelesen, dass Kollegah das bei Selfmade so gemacht haben soll und kopieren es, das ist halt schlecht durchdacht dann. Nicht alles klappt zweimal. Von sich überzeugt sein ist eine Sache, es richtig herüberzubringen eine andere.


Das Distri-Team mit der Hirntot-Crew

rappers.in:
Sag mal, wie können Künstler eigentlich Alben für fünf Euro auf dem Markt verkaufen? Dort sind sehr oft solche Preise. Wer nimmt nun den Verlust in Kauf, wenn man die CD von 15 auf fünf Euro reduziert?

Timo (Distri):
Mal der Handel, mal der Vertrieb. Kann unterschiedliche Gründe haben. Teilweise wurde vielleicht viel gepresst und Hauptsache muss verkauft werden. Es gibt da nie eine 100%ige Antwort drauf. Aber wenn ein Artist einen xy %-Deal hat, wird er da natürlich weniger an einer CD verdienen, aber wenn halt auf Masse verkauft wird, macht die Masse das Geld. Und besser die CDs werden verkauft, als dass sie im Lager verrotten.

rappers.in:
Als großer Vinyl-Fan: Wie sieht da der Trend momentan aus? Gefühlt werden leider immer weniger Alben auch auf Platte gepresst.

Timo (Distri):
Der Trend sieht eigentlich gut aus, zumindest insgesamt. In Großbritannien wurden gerade kürzlich so viele Vinyls wie lange nicht verkauft und auch in Deutschland ist der Markt wieder stark. Die Produktionskosten sind allerdings ein wenig höher und es kommt immer auf den Artist an; es gibt Artists, da ergibt Vinyl gar keinen Sinn, weil die Zielgruppe digital zum Beispiel bei Spotify viel größer ist.

rappers.in:
Das ist dann auch viel mehr eine Label- als Künstlerentscheidung, oder?

Timo (Distri):
Wenn ein Künstler ein Label hat, ja, wenn er einen Vertriebsdeal hat – was ja inzwischen weiter verbreitet ist – und sozusagen selber als Label agiert: seine Entscheidung. Es ist halt 'ne Frage des Risikos und der Finanzierung.

rappers.in:
Im Rap gibt es recht wenige Vertriebe, glaube ich. Mir würden gerade nur vier einfallen. Muss man dafür irgendwelche speziellen Voraussetzungen erfüllen?

Timo (Distri):
Eigentlich nicht, es gibt aber auch schon mehr als vier. Einfach formuliert muss man halt die Anbindungen, Partner, Netzwerke haben, die Produkte verfügbar zu machen, sowohl digital als auch im Handel.

rappers.in:
Es gibt als finanzielle Quelle ja noch die GEMA: Als Straßenrapper, der nie im Radio läuft, bringt einem das aber nicht viel, oder?

Timo (Distri):
Im ersten Moment beziehungsweise auf den ersten Eindruck nicht, wenn der Rapper wächst und bekannter wird und seine alten Titel interessanter werden, schon.

rappers.in:
Wie genau meinst du das?

Timo (Distri):
Sobald der Künstler wächst, hat er ja einen Backkatalog an alten Alben und Titeln, die werden im Nachhinein dann auch noch verkauft, gestreamt, live gespielt. Eventuell neu geremixed. Et cetera.

rappers.in:
Wie geht ihr eigentlich persönlich, ich sag' mal, mit unkonformen Meinungen eurer Künstler um? Kaisa ist ja zum Beispiel sehr umstritten mit seinen Aussagen im Internet. Denkt man da eher straight Business oder würdet ihr manche Künstler aufgrund Aussagen und Interessen nicht unterstützen?

Timo (Distri):
Absolut Zweiteres, es gibt Künstler, mit denen man aufgrund von Image, Persönlichkeit oder Meinungen nicht arbeiten kann. Wir arbeiten in einem sehr emotionalen Geschäft, da führt es auch teilweise mal aufgrund von Beef, der auch nicht immer öffentlich ist, dazu, dass man nicht oder nicht mehr zusammenarbeitet. Loyalität steht da schon im Vordergrund.

rappers.in:
Wie sieht es bei euch im Label derzeit aus? Gibt es Punkte, bei denen ihr euch noch weiterentwickeln wollt im nächsten Jahr? Sind die ersten Releases geplant?

Timo (Distri):
Also wir haben natürlich schon Releases bis weit ins nächste Jahr geplant, mit viel Vorlauf ist das immer am besten. Weiterentwicklung muss sein. In welchen Punkten und Bereichen kann ich dir aber nicht sagen, das sind halt interne Dinge. Wichtig für uns ist halt, einen vernünftigen Output und eine gute Mischung aus etablierten Künstlern und interessanten Newcomern zu bieten.

rappers.in:
Muss nun nach viel Kritik auch mal loben, find' es ziemlich gut, dass ihr so viele Newcomer supportet! Und eure Boxen sind cool. Die von Pedaz ist sehr geil und im Interview mit mir meinte er auch, dass er mehr Angebote hatte bezüglich Label und sich für euch entschieden hat: Das muss was bedeuten!

Timo (Distri):
Danke. Die Majors bauen ja keine Acts mehr auf, sondern ernten nur die Früchte, wenn die Acts größer werden. Und wie gesagt, das ist ein emotionales Geschäft, wenn du da mit Leuten reden musst, auf die du kein' Bock hast, dann wird es schwer, langfristig vernünftig zu arbeiten.

rappers.in:
Für den Moment ist es aber auch nicht immer lohnenswert, Newcomer zu pushen, nehme ich an. Man erntet da erst bei weiteren Releases, oder?

Timo (distri):
Ja, am Anfang ist es immer schwer und nicht jeder kann funktionieren, aber die Chancen sollte man geben. 187 Strassenbande, Kontra K, Herzog und DCVDNS zum Beispiel waren auch alle mehr oder weniger Newcomer, als wir mit ihnen gearbeitet haben, und guck dir an, was jetzt bei denen geht.

rappers.in:
Danke für das Interview!

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Autor: Lukas Kollin (kollin)

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