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Was macht eigentlich... Stieber Twins

Autor: holi
08.12.2009



Was machen eigentlich die Stieber Twins...? Wer je auf irgendeine Art mit dem rappenden, produzierenden, tanzenden, sprühenden, auflegenden und absolut alles, was überhaupt echt zu halten ist, echt haltenden Geschwisterpaar in Berührung gekommen ist, dürfte an dieser Stelle bereits mutmaßen: Was immer es ist, HipHop wird ein wesentlicher Bestandteil davon sein. Und das vollkommen zu Recht! Mittlerweile auch schon fast 10 Jahre ist es her, dass Wu-Tangs GZA an der Seite eben unter anderem der zwei Heidelberger in gebrochenem Deutsch kundtat: "Isch lebe für HipHop!" Doch auch heute – nach einem unglaublichen viertel Jahrhundert aktiver Mitgliedschaft in unser aller (selbstverständlich nach rappers.in zweit)liebster Community – scheint jenes Credo für Mr. Mar und Luxus Chris noch immer so gültig wie am ersten Tag. So wusste Christian Stieber beim Interview mit rappers.in von Auftritten zu berichten, von Jam-Besuchen und sogar von geplantem neuen Output. Und auch, wenn wir mit ihm letztlich nur den ganze drei Minuten jüngeren der beiden Twins zum Gespräch trafen, so sollte dabei doch eines deutlich geworden sein: Die Stiebers sind längst noch nicht bereit, die Geschehnisse auf HipHop-Deutschlands Streets nur noch durchs Altenheimfenster zu betrachten. Aber lest selbst...


rappers.in: Hallo! Schön, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast! Steigen wir doch gleich ein: Ihr schreibt ja von euch selbst, dass ihr momentan weniger rappt, aber weiterhin produziert. Gibt es denn dafür aktuelle Stieberproduktionen?

Christian Stieber: Es ist so, dass ich momentan wieder Texte schreibe. Es geht ja auch immer um den Knoten, der irgendwann platzen muss. Also, wie soll ich's beschreiben... Ich steh' jetzt normal im Leben, bin 36 Jahre alt, hab' 'ne Familie, bin Architekt, arbeite den ganzen Tag und hör' Musik in meiner Freizeit. Für mich ist Rap jetzt ein Freizeitding und wir haben das auch früher als Freizeitding betrieben. Und von daher schreiben wir und wir machen auch auf jeden Fall Beats, aber es ist jetzt nicht so, dass wir jetzt direkt morgen mit 'ner Platte rauskommen werden. Aber es gibt schon was, was wir dann auch an den Mann bringen werden. Und wir haben ja auch zwei Instrumentalplatten nach "Fenster zum Hof" rausgebracht und so weiter. Und wir produzieren auch eifrig. Ob wir dann nochmal mit Rap richtig an' Start gehen, das wag' ich jetzt nicht zu bezweifeln. Aber es wird auf jeden Fall nicht in der Form passieren, sondern anders.

rappers.in: Wie darf man es sich vorstellen, wenn die Stiebers als DJs das Land unsicher machen? Wo legt ihr auf und welche Musik spielt ihr bei euren DJ-Gigs?

Christian Stieber: Wir sind überall unterwegs. So richtig clubmäßig. Immer so drei- bis vierhundert Mann. Ja, da fahren wir hin, dann legen wir auf, vielleicht geht da noch rapmäßig was. Im Endeffekt ist es so, dass es immer Spaß macht. Wir legen auch Funk auf, Soul, Rock. Alles im Kontext und es muss immer 'ne gewissen Linie haben.

rappers.in: Nun habt ihr ja mit sehr vielen Leuten zusammengearbeitet, die bis heute wegweisend für den deutschen Rap sind, oder ihn zumindest geprägt haben. Gibt es nach all den Jahren darunter ein besonderes Highlight für euch? Eine Zusammenarbeit, die immer noch besonders heraussticht? Wenn ja, mit wem fand diese Zusammenarbeit statt und warum ist sie so in Erinnerung geblieben?

Christian Stieber: Ja, das war ja zu 'nem Zeitpunkt, da war Rap, glaub' ich, in aller Munde. Da kamen dann plötzlich Leute, die konnten schneller rappen als du. Oder hatten mehr Silben oder hatten noch 'nen geileren Satz als du. Und mit diesen Leuten haben wir dann zusammengearbeitet. Ob das jetzt La Familia ist oder Samy Deluxe, Maximilian – wer auch immer. Das waren Leute, die waren prägend und mit denen haben wir dann Songs aufgenommen. Wie soll man das beschreiben? Die mochten uns, wir mochten die. Es sind viele Freundschaften entstanden. Mit vielen hab' ich auch noch Kontakt. Nicht so, dass man sich jeden Tag trifft, aber auf jeden Fall so, dass, wenn man sich sieht, eine gewisse Grundliebe da ist.

Unbekannter: Heidelberg war früher HipHop-Deutschland-Hauptstadt!

Christian Stieber: Ja, so war das. Wir hatten Torch, Advanced Chemistry.

rappers.in: Welches Jahr eurer Rapkarriere würdet ihr gerne noch einmal erleben, wenn ihr eine Zeitmaschine hättet?

Christian Stieber: Ja, ein geiles Jahr war '89. War ein gutes Jahr. Also, alle Jahre waren gut, aber '89 ist mir echt im Gedächtnis geblieben. Es gibt ja immer so Jahre, die gehen an dir vorbei, da weißt du überhaupt nichts mehr. Was weiß ich, was '97 war. Im Jahr '89, da sind wir halt auch zu HipHop gekommen – richtig zu HipHop. Wir haben früher Breakdance gemacht, '84. Rocksteady Crew und so. Da kam HipHop gerade rüber zu uns nach Deutschland. Dann sind wir wieder von dem Pfad weggekommen. Das war so Niemandsland, '85 und '86. Und dann sind wir quasi '87 wieder dazugekommen. Da war ich auf meinem ersten Konzert, ... (Unbekannter ruft aus dem Hintergrund: "In Frankfurt!") ...das war LL Cool J in Frankfurt. Und die Vorgruppe von Cool J – halt dich fest – war Public Enemy. Die kannte zu dem Zeitpunkt noch niemand! Public Enemy. (wiederholt es ungläubig) Es waren praktisch nur Afroamerikaner da. Schwarze Afrikaner. Und mein Bruder und ich. Als totale Blassbacken, ja? Und der Torch. Ich hab' mir das von meinen Eltern zum Geburtstag gewünscht. Ich weiß noch genau, wie das war. Ey, das Konzert war so: Public Enemy stand auf der Bühne und dann haben die "Yo! Bum Rush the Show" gespielt, die erste Public Enemy. Wenn du die Platte hast, da haben die nur Kracher gespielt. Das war '87. Und danach kam Cool J auf die Bühne. Da war der noch verhältnismäßig schlank. Da ist der auf die Bühne, da stand hinten auf der Bühne ein überdimensionaler Ghettoblaster. Der war vier Meter lang, 3 Meter hoch. Und dann ging vorne die Kassettenklappe auf (macht die Geräusche der Klappe nach) und dann kam Nebel raus und dann kam der raus. (der Unbekannte von hinten: "Ey, Cool J, HipHop!") Das war das Coolste in meinem Leben. Ich mein', als Kind sieht man das eh immer mit anderen Augen. Aber das war so fett. Der hat ein Handtuch reingeschmissen in die Crowd. Da haben sie sich erstmal die Köpfe eingeschlagen. Da waren Frauen, Männer, alles! Das war Exodus! Von daher: '87 war prägend. Da kamen auch alle guten Platten raus: Boogie Down Productions, alle möglichen. Ice-T war mit "Rhyme Syndicate" unterwegs.

Unbekannter: Ihr wart die Letzten, die mit Akim dick waren. Aber eure Wege haben sich '99 auch getrennt, oder? Und Torch meinte so zu mir: "Ich will gar nicht über das Thema sprechen."

Christian Stieber: Ja, Torch. Torch ist halt irgendwie anders. Aber im Endeffekt ist der Akim ein großer Teil meines Lebens. Der hat auch sehr viel gemacht.

Unbekannter: Aber ich muss sagen: Was der Akim gemacht hat in Deutschland...

Christian Stieber: (unterbricht) Wegweisend, wegweisend!

Unbekannter: Die waren alle bei MZEE-Records auf dem Label. Und man muss sowas erstmal aufziehen.

Christian Stieber: Auf alle Fälle. Die Vision haben. Schau, ich kann auch drüber nachdenken: Ich werd' Millionär. Oder du sagst: Ich will kein Millionär werden und bin trotzdem glücklich und nehm' mir vor, einfach 'nen Sozialjob zu machen, mit Liebe und Leidenschaft. Das ist auch in Ordnung. Für mich ist es einfach so: Das, was du machst, damit musst du irgendwie glücklich sein. Und alles andere spielt keine Rolle, ja? Was du für 'nen Status in der Gesellschaft hast, ist eh scheißegal. Du musst mit dir selbst zufrieden sein, alles andere spielt keine Rolle. Du musst den Leuten mit Respekt entgegentreten und zuhören. Das ist ganz wichtig.

Unbekannter: (unterbricht) Ihr seid allein aufgewachsen. Nur mit Mutter, oder?

Christian Stieber: Nein, auch mit Vater. Mein Vater ist aber früh gestorben...





rappers.in: Wie ist dieser Wechsel: Am einen Tag Familienvater zu sein und am nächsten Tag auf einem Open Air wie hier oder auf dem Splash! zu spielen? Kommt euch das manchmal unwirklich vor, weil ihr aus eurer normalen Welt gerissen werdet?

Christian Stieber: Ja, logisch. Klar. Sprung ins kalte Wasser.

rappers.in: Sind das dann eher so Pflichttermine für euch? Oder betrachtet ihr das Ganze immer als einen Ausflug?

Christian Stieber: Ja, für mich ist das wie ein Familienausflug mit Freunden und mit Leuten, mit denen ich das gerne mach'. Wir machen das ja auch ein, zwei Mal im Jahr. Es ist immer verbunden mit Lampenfieber und es ist immer wieder Aufregung.

rappers.in: Und ihr habt echt nicht öfter Bock auf Liveshows?

Christian Stieber: Es gibt schon öfter Anfragen. Es gibt schon Leute, die das wollen. Aber ich will's einfach nicht zu oft machen. Was du zu oft machst, ist Alltag und Alltag ist total träge.

rappers.in: Es geht das Gerücht um, dass ihr über ein Projekt mit Aphroe nachgedacht habt. Könnt ihr dazu was sagen?

Christian Stieber: Ja, das wird auch irgendwann stattfinden. Der Aphroe ist zum Beispiel einer von denen, wo eben auch Freundschaften entstanden sind. Aphroe ist zum Beispiel einer, den schätze ich sehr. Der ist mir ans Herz gewachsen. Als Freund einfach. Das ist eine große Person. Der hat Humor, der ist geil, der kann rappen, der hat Ideen, der ist gebildet.

rappers.in: Ist das bis jetzt nur angedacht, oder wurde wirklich schon was gemacht?

Christian Stieber: Nee, es ist so: Er hat 'nen geilen Text, ich hab' 'nen geilen Text und dann gucken wir, dass man da was Geiles raus zaubert. Rapmusik halt.

rappers.in: Ihr seid ja beide nicht gerade dafür bekannt, dass ihr sehr releasefreudig seid...

Christian Stieber: Ja, nee, das wird irgendwann rauskommen. Macht euch da keine Sorgen.

rappers.in: In einem Interview von '98 mit euch hab' ich gelesen, dass ihr '88 auf Jams wart und '98 immer noch. Jetzt ist meine Frage: Seid ihr weitere zehn Jahre später immer noch als Besucher auf Jams unterwegs?

Christian Stieber: Das ist immer noch so. Früher war's allerdings so, dass 'ne Jam halt auch HipHop-Kultur war, in erster Linie. Heut ist es eher als Konzert angelegt. Man muss auch immer sagen: "Auf was lässt man sich ein?" (überlegt) Wie soll ich's beschreiben? Wenn einer zum Beispiel sagt "Okay, du kommst heute zu mir, meine Mutter wird 70.", dann ziehst du dich anders an, wie wenn jetzt dein Freund 23 wird. Das ist einfach ein anderer Anlass. Und früher war halt HipHop Anlass. Das war halt Graffiti, Breakdance, Rapmusik. Kultur in erster Linie. Man hat sich ausgetauscht, es war ein Miteinander und man hat vor allem auch... Die Rapper haben dann auch den Graffitileuten Respekt gezollt und umgekehrt. Es war eigentlich wie im Video "Wildstyle". Das war ja auch so, da war halt Jam. Dann waren die Leute auf der Bühne, das war dann zum Schluss auch so das Feuerwerk, ja? Da gab's Musik, da wurd' getanzt, da hat man 'ne gute Stimmung gehabt. Tagsüber haben die Leute gemalt. Aber so was gibt's ja auch in vielen Städten. Es gibt immer wieder Veranstaltungen, wo die HipHop-Kultur zum Beispiel auch zelebriert wird. Das ist ganz wichtig.

rappers.in: Bist du damals eher als Aktiver oder als Fan dort hin?

Christian Stieber: Ich bin in erster Linie als Fan hingegangen. Ja gut, aber als Fan bist du halt automatisch auch Aktiver. Das war halt so.

rappers.in: Und wie ist das heute?

Christian Stieber: Ich geh' auf jeden Fall als Fan auf Konzerte, ja. Ich geh' jetzt auf Liza Minelli zum Beispiel. In der Frankfurter Oper mit meiner Frau. Da guck' ich mir nochmal Liza Minelli an, bevor die Frau ins Gras beißt. Weil die hat mich als Kind begleitet. Meine Eltern haben Liza Minelli gehört. Diese ganze amerikanische große Riege, ja? Oder auch so James Brown. Der ist ja mittlerweile auch wieder weg. Das ist so ein Stück Historie – ist gut, wenn man das noch mitkriegt einfach. Und deswegen muss man auch ab und zu auf Konzerte gehen. Ich geh' aber auch auf Kurtis Blow. Aber auch auf aktuelles Zeug, keine Frage. Ich geh' auch aufs AC/DC-Konzert, wenn die auf Tour sind. Weiß der Geier. Es besteht auch grad so ein Umbruch im Rap. Es gibt so 'nen Hype und wenn der Hype abbricht, ist immer die größte Chance für die Musik. Dann konzentrieren sich die Leute weniger aufs Geschäftliche, sondern in erster Linie wieder auf das Wesentliche. Und das Wesentliche war einfach Output, ja? Geilen Output. Und es gibt so viele geile amerikanische und auch deutsche Platten. Musst du halt danach graben. HipHop ist halt früher auch graben gewesen – nach Sampleplatten, nach Dosen, nach allem. Und wenn du dich einfach hinstellst und willst dich bedienen lassen, ja, wo ist das? Das gibt's nirgends! Und das war auch so ein bisschen der Untergang von HipHop, dass sich die Leute einfach hingestellt haben und sagten: "Ich will bedient werden!" Das kannst du nicht machen. Und das wird auch nie gut. Jetzt ist Rapmusik wieder da, wo sie hingehört. Bissl auf die Straße, bissl ins Wohnzimmer, bissl romantisch auch. Mit Romantik können viele Rapper nichts anfangen. So ein bisschen Herzblut. Man sagt ja auch "Ghettoromantik". Aber das ist auch so: In deinem kleinen Ghetto. Mit deinen Leuten, die um dich rum sind und diese pflegen und mit denen auch irgendwas Geiles zu machen. Das ist für mich Romantik. Und das haben viele Leute im Rap vergessen. Da geht's immer nur um Verkaufszahlen, da hat der noch was Geiles zu erzählen. So "Kommt der noch krasser als der und ist der noch irgendwie böser als der?". Das interessiert mich überhaupt nicht. Macht doch, was ihr wollt. Im Endeffekt geht's darum, ich geh' hin und hör' mir das an und denk' mir: "Mann, der sagt 'nen Satz, der mir auf der Seele brennt. " Warum soll ich dem dann nicht sagen "Ey, du bist ein geiler Typ. Du hast jetzt was gesagt, was ich fühle."? Und das ist doch was Schönes. Das ist Austausch, das ist sozial, das ist Gesellschaft. Und es geht um Gesellschaft im Rap, was viele Leute vergessen.

rappers.in: Ihr werdet irgendwie fast immer in einem Atemzug mit eurem Album "Fenster zum Hof" genannt, wenn man etwas über euch hört oder liest. Was war oder ist in euren Augen das Besondere daran, so dass euch Leute noch Jahre später dermaßen Props dafür geben?

Christian Stieber: Weil es völlig nur für die Sache geschrieben wurde! Es wurde aus mir geschrieben. Zu einem Zeitpunkt, wo ich mich wirklich nur mit der Sache beschäftigt hab', wo wir praktisch 'ne Gesellschaft in der Gesellschaft waren. Da ging's nicht um Geld, da ging's nicht um Verkaufszahlen, da ging's nicht um Label und Properties und weiß der Geier was, weißte? Da ging's einfach nur um Spaß an der Freude. Und wir haben auch Sachen gesagt, wo viele Leute auch heute noch sagen, 20 Jahre später oder 15 Jahre später: "Geil. Super. Was der grade gesagt hat, das liegt mir auf der Seele." (fängt an zu rappen) "Writer, die Writer verarschen, sind für mich das Letzte." Das ist auch heute noch so. Wenn du mit jemandem unterwegs bist, dann stellst du den nicht bloß. Dann ist das dein Kollege, dann zollst du dem Respekt und fertig. Ob das 'ne Frau ist oder ein Mann, ob der behindert ist oder schwul. Kackegal! Es geht darum, dass man einfach sich korrekt aus der Affäre zieht und am Schluss den Deckel zumachen kann und sagen kann: "Okay, Klappe zu, Affe tot."

rappers.in: Vielen, vielen Dank für das Interview!





Kurzinfo:
Die Zwillingsbrüder Martin und Christian Stieber (Stieber Twins) sind ein seit Mitter der 80er disziplinübergreifend tätiges HipHop-Duo aus der einstigen Kultur-Hochburg Heidelberg. Ab Anfang der 90er erblickten über MZEE Records erste Rapparts der beiden das Licht der Welt. Also über jenes Label, das zu der Zeit Urgesteinen wie Advanced Chemistry, Cora E., MC Rene, Ferris MC und Massive Töne zu ihren ersten Veröffentlichungen verhalf. In ihrer Rolle als Pioniere hiesiger Rapmusik waren die Stieber Twins – in erster Linie durch Martin Stiebers an zeitgenössischen New Yorker Vorbildern orientierten Produktionen – stilprägend für die damalige deutsche Szene. Breit gefächerte Kollaborationen sowohl in Beat als auch Rap hielten das Gespann über viele Jahre hinweg präsent und relevant, obwohl die Zwei es mit "Fenster zum Hof" (MZEE, '96) auf bis heute nur ein einziges Solo-Rapalbum gebracht haben. Auch, wenn sie das Mic noch nicht offiziell an den Nagel gehängt haben, treten die Stieber Twins inzwischen hauptsächlich als DJs und in Form gelegentlicher Production Credits in Erscheinung. Martin Stieber widmet sich weiterhin verstärkt seinem Heidelberger HipHop- und Graffiti-Shop "The Fame", während sich sein jüngerer Bruder Christian der Architektur verschrieben hat.



(Martin Gattinger & Nico Mönnig)

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