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Herr von Grau

veröffentlicht: Mittwoch, 11.02.2009, 19:46 Uhr

Autor: Up



Seit gestern ist es öffentlich: Herr von Grau wird sein am 06. April erscheinendes Album "Heldenplätze" über das Label von Rappers.in herausbringen. Doch wer ist dieser Herr von Grau, von dem man hier bisher kaum etwas gelesen oder gehört hat? Ein kleiner Auszug aus seiner Biografie, ein Exklusivtrack, Musikvideos und ein Interview bringen jetzt Licht ins dunkle Grau!

Der Rapper und Produzent Herr von Grau (geb. 1981 in Wolfsburg) rappt mit einigen kleinen Unterbrechungen seit seinem 12. Lebensjahr. Erst allein auf Solopfaden, dann in der Crew Feegefeuer.de, später beim Elektro-Rap-Liveact "Der Aksel des Bösen" und seit Februar 2007 nun wieder solo unter seinem jetzigen Namen. Seit seinem 19. Lebensjahr produziert er zudem auch seine Beats selbst.

Er hatte den Sprechgesang schon fast an den Nagel gehangen, um sich ganz der House/Technoproduktion zu widmen, als er Anfang 2007 auf einem Punkrockkonzert im SO36 in Berlin-Kreuzberg den ebenfalls in Berlin wohnenden Homestudiobetreiber und Tonmeister Kraatz kennen lernte.
Es begann damit, dass man bei Kraatz einen ursprünglich für einen von ihm initiierten Sampler gedachten Track aufnahm, was in einer 4 Monate dauernden gemeinsamen Schöpfungsphase mündete, an deren Ende das erste Album von Herr von Grau mit dem Namen "Blumenbeet" stand, welches im Juni 2007 veröffentlicht und in kompletter Eigenregie hergestellt wurde. (Und dessen Zweitauflage seit Erscheinen zu den Top-Sellern im Rappers.in-Shop gehört, Anm. der Redaktion.) Zu dem Song "Der große Schmerz", der alles ins Rollen brachte, drehten Herr von Grau und Kraatz ein völlig unprofessionelles, aber schönes Musikvideo.

Inzwischen zu einem richtigen Team zusammengeschweißt, nahmen die beiden 2008 den zweiten Longplayer mit dem Titel "Heldenplätze" auf, der am 6. April 2009 auf dem Label von Rappers.in erscheinen wird.

Ein sehr erfahrener und live-erprobter Zuwachs für das bisher aus Jungspunden bestehende Label also.




(Song "Tanzen" aus dem kommenden Album "Heldenplätze". Vorbestellbar im Rappers.in-Shop.)



(Song "Der große Schmerz" aus dem 2007 erschienenen Album "Blumenbeet". Erhältlich im Rappers.in-Shop.)



Interview:

Rappers.in: Du bezeichnest dich ja in deinem aktuellen Video "Tanzen" als Vieldenker. Daher zum Einstieg gleich mal die Frage: Was denkst du gerade?

Herr von Grau
: Oh, Mann, ein Interview. Was die wohl für Fragen stellen werden.

Rappers.in: Du selbst hörst ja eher weniger HipHop und mehr Elektro-Musik. Wenn du aber HipHop hörst, was von dem wenigen und was inspiriert dich?

Herr von Grau
: In der letzten Zeit höre ich sogar wieder verstärkt Hip-Hop. Viel älteres Zeug, Masta Ace und Nas zum Beispiel. Mobb Deep und Jedi Mind Tricks. Aber auch Aktuelleres, zum Beispiel von Q-Tip und Common. Deutsches eher seltener. Wenn, dann gern mal Dendemann oder den einen oder anderen Marsimoto-Track. Die Jungs von Ach Was aus Hamburg nicht zu vergessen. Die feier ich total. Und Pop mit HipHop-Einschlag, wie zum Beispiel Clueso.

Rappers.in: Wenn du nicht wirklich viel deutschen Rap hörst, wie ist denn dann dein Verhältnis zur Rapszene? Fühlst du dich darin wohl und kommst du mit deinen Kollegen klar?

Herr von Grau
: Ich würde mich nicht als einer Szene zugehörig bezeichnen. Ich rappe halt. Und es gibt auch andere, die rappen. Wer da aber mit wem grad Stress hat oder wer grad in die härteste Straße gezogen ist, interessiert mich nicht. Ich bin auch nie wirklich auf dem neuesten Stand, was Veröffentlichungen anbetrifft. Ich krieg so was eher so nebenbei beim Kraatz mit. Und, ehrlich gesagt, gefällt mir davon echt das Wenigste. Ich mag halt kaum Rap, der sich ausschließlich um Rap dreht. Das kriegt mich nur, wenns irgendwas Außergewöhnliches hat. Ich bin der Überzeugung, dass die im deutschen Rap verwurzelte Fixierung auf szeneinterne Inhalte die Musik in ihrer Entwicklung hindert. Ich hab auch fast nichts mit anderen Rappern zu tun, da mein Freundeskreis, außer der Kraatz, eher Elektronischem frönt und ich, wenn ich feiere, meistens auf Techno-Parties gehe. Habe halt viele andere Interessen außer Rap.

Rappers.in: Wie kamst du dann überhaupt auf die Idee zu rappen?

Herr von Grau
: Ich habe mit 12 angefangen zu breaken und der Trainingsraum war Mittelpunkt der HipHop-Szene von Wolfsburg, der Stadt, in der ich aufgewachsen bin. Da hingen also auch Rapper ab. Ich habe ziemlich schnell auch damit begonnen, da ich schon immer ein Faible für Worte und alles, was sich reimt, hatte.

Rappers.in: Du machst das Ganze ja noch nicht hauptberuflich. Was tust du, um deinen Lebensunterhalt zu sichern, und erhoffst du Dir, dies mal mit Musik zu können?

Herr von Grau
: Ich bin hauptberuflich Kaffeeröstmeister und arbeite auch im Service. Da habe ich Glück gehabt, da ich abhängig von gutem Kaffee bin und meine Kolleginnen so was wie meine Familie sind. Mein Hauptinteresse ist aber die Musik. Dementsprechend arbeite ich natürlich darauf hin, irgendwann von der Musik leben zu können. Man kann halt leider keine Musik machen, wenn man grad woanders arbeitet. Und das nervt schon öfters mal enorm.

Rappers.in: Auf der Plattform von Rappers.in war ja bisher noch nichts von Dir zu hören, wie kam es zu dem plötzlichen Signing?

Herr von Grau
: Der Kraatz und ich waren schon dabei, ein eigenes Label zu gründen, um "Heldenplätze" rauszubringen. Rappers.in hatte das erste Album "Blumenbeet" im Shop und Kraatz hat da angerufen, weil das ausverkauft war. Und da fragten die Jungs, ob wir denn nicht immer noch auf Labelsuche seien. Da ein eigenes Label Unmengen an zusätzlicher Arbeit bedeutet und letztendlich der musikalische Output darunter gelitten hätte, horchten wir auf. Man traf sich, fand sich auf Anhieb sympathisch und auf ähnlicher Wellenlänge. Da wir ein faires Angebot bekamen, unterschrieben wir dann auch sehr schnell. Ich kannte Rappers.in vorher nur als Shop - und das auch nur durch Kraatz, da ich selber kein Internet habe. Dass so 'ne fette Plattform und ein Label dazugehören, hat mich natürlich freudig überrascht.

Rappers.in: Was hälst du von deinen Labelkollegen "Alligatoah" und "Meins", ihr bedient ja alle drei sehr verschiedene Rapgengres?

Herr von Grau
: Ja, ich denke, wir sind alle drei in unserer Ecke vorn mit dabei.

Rappers.in: Was erwartet uns auf dem neuen Album "Heldenplätze", wann kommt es raus und inwiefern hebt es sich von "Blumenbeet 2.0" ab?

Herr von Grau
: "Heldenplätze" kommt am 06.04.09 raus. Es unterscheidet sich von Blumenbeet in vielerlei Hinsicht. Zum einen ist es nicht so politisch wie Blumenbeet und es ist größtenteils relaxter gerappt. Zum anderen sind die Beats ausgereifter - manchmal fast sogar funky - und klingen wärmer, da Onkel Mischmeister Kraatz alles komplett analog gemischt hat und Onkel Walter, der Master-Master, auch auf Band gemastert hat. Natürlich ist aber auch wieder Düsteres, Elektroniklastiges dabei. Alles in allem gibt es wieder viel Storytelling, Geschichten, die das Leben schreibt, und Absurdes. Der politische Song ist, wenn auch lang nicht so bestimmend wie auf "Blumenbeet", ebenfalls vertreten. Beats zwischen klassischem Sample-HipHop, nur vertrackter, und elektronischer Geisterbahn, von Drum'n'Bass und dub beeinflusst.

Rappers.in: Was war Dir persönlich wichtig bei den Arbeiten am neuen Album?

Herr von Grau
: Die Atmosphäre im Studio. Da darf nur der Kraatz sein und sonst niemand. Dann ist alles relaxt und wir haben 'ne Menge Spaß.

Rappers.in: Du spielst ja auch recht häufig live. Wird es eine Tour zum kommenden Album geben?

Herr von Grau
: Die ist in Arbeit. Es gibt aber noch keine fixen Dates.

Rappers.in: Denkst du beim Schreiben deiner Songs schon daran, wie sie live wirken und stimmst du sie darauf ab?

Herr von Grau
: Das passiert nur ganz selten. Da kann es dann aber schon mal passieren, dass ein Song wirklich nur live gut kommt. Ich habe beim Schreiben meiner Songs echt selten die Crowd im Kopf. Viel öfter befinde ich mich mental wirklich an den Orten, über die ich schreibe. Und wenn nicht da, dann in einer von Grautönen dominierten, apokalyptischen Industrielandschaft. Die ist so was wie mein zweites Zuhause.

Rappers.in: Hinter "Peter dem Techniker" verbirgt sich ja eine reale Geschichte. Erzähl uns doch mal, wie der Track zustande kam.

Herr von Grau
: Alta! Der Peter! Ich hatte mal ein Elektrorap-Liveprojekt mit Namen "Der Aksel des Bösen", zu dem Robin Drimalski (Vidab/Watergate) und mein großer Bruder Koljah (Vidab/Sushitech/Phil_e) gehörten. Wir spielten Silvester 03 (oder 04?) im tiefen Süden Deutschlands und hatten das Pech, an den inkompetentesten, unfreundlichsten, hässlichsten und arrogantesten Soundmann, den es vermutlich weltweit gibt, zu geraten. Alles klang wie Scheiße. Und die Monitorrückkopplungen haben mich kurzzeitig auf einem Ohr taub gemacht. War mir 'nen Song wert. Wer den Song nicht kennt, schaue sich das Video auf unserer Myspaceseite an oder kaufe "Blumenbeet".

Rappers.in: Hattest du mal einen Wellensittich?

Herr von Grau
: Leider nein. Haustiere bedeuten Verantwortung, die ich nicht bereit bin, zu tragen. Was da alles passieren könnte! Also nein. Hätte ich einen gehabt, hätte ich ihn vermutlich "Hansi" genannt. Dieser Vogel wäre sicherlich kein glücklicher geworden. Bin ja manchmal auch ein ziemlicher Trampel. Siehe "Der große Schmerz".

Rappers.in: Eine schreckliche Standardfrage, aber da du ja noch relativ am Anfang deiner Karriere stehst, dürfen wir sie hoffentlich noch stellen, ohne dich zu nerven: Wie kamst du zum Namen "Herr von Grau"?

Herr von Grau
: Ich saß mit meiner damaligen Freundin nachts und saufend im Berliner Weinbergsweg und ich meinte, dass ich einen Namen bräuchte für die neue Musik, die ich da machte. Sie fragte mich, was denn dieser Name transportieren solle, worauf ich entgegnete: am besten nichts. Und wenn doch, dann sollten optimalerweise Assoziationen an Bürofunktionäre / Schreibtischtäter geweckt werden. Obwohl das fast schon zu viel wäre. Sie meinte, dass die Farbe Grau vielleicht drin vorkommen sollte. Dann kam eins zum anderen.

Rappers.in: Der Titel deines neuen Albums ist "Heldenplätze" - wer besetzt denn in deinen Augen den Platz eines Helden? (Familienmitglieder, Freundin und Freunde zählen nicht!)

Herr von Grau
: Wir sind Helden! Oder nicht?

Rappers.in: Kommen wir zu einer gern gestellten Aufgabe in unseren Specials: Beschreibe mit 3 Worten deine Musik.

Herr von Grau
: Ehrlich, vertrackt, hintenrum.

Rappers.in: Vielen Dank! Die letzten Worte des Interviews gehören natürlich Dir!

Herr von Grau
: Worte sollten allen gehören!


http://www.myspace.com/herrvongrau

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